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Weißwasser/O.L. › Rathaus

Weißwasser will 230 Kita-Plätze abbauen

Bis Ende Juli 2028 sollen Betreuungsplätze wegfallen, einzelne der sieben Standorte schließen. Die Zahl der Kinder unter sechs Jahren sinkt bis 2035 von rund 600 auf unter 420.

Weißwasser will 230 Kita-Plätze abbauen
Weißwasser. Das Bild zeigt den Glasmacherbrunnen, nicht den Einsatzort. Foto: Mars 2002, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons

Die Stadtverwaltung Weißwasser hat den Stadträten und den Trägern der Kindertageseinrichtungen ein erstes Konzept vorgelegt, das die Betreuungskapazitäten bis zum 31. Juli 2028 um rund 230 Plätze verringern soll. Einzelne der sieben Standorte würden dafür schließen.

Weniger Kinder, fast gleiche Betriebskosten

Die Zahl der Kinder unter sechs Jahren wird nach der regionalen Bevölkerungsvorausberechnung von derzeit rund 600 auf unter 420 im Jahr 2035 sinken. Schon im September 2026 standen 688 Vorhalteplätzen 200 freie Plätze gegenüber – eine Leerstandsquote von 29 Prozent.

„Wir halten Strukturen für einen Bedarf vor, der seit Jahren nicht mehr existiert“, wird die Oberbürgermeisterin zitiert. Hielte die Stadt an allen sieben Standorten fest, blieben die gebäudebezogenen Fixkosten künstlich hoch. Weil sinkende Kinderzahlen auf nahezu gleichbleibende Betriebskosten treffen, würden die Platzkosten je Kind und damit auch die Elternbeiträge unverhältnismäßig stark steigen. Plätze in allen Häusern zu streichen, ohne Gebäude zu schließen, bringe keine Ersparnis und löse den Sanierungsstau nicht.

Welche Häuser schließen, ist offen

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Nach welchen Kriterien ausgewählt wird, ist noch Gegenstand der Gespräche mit Stadträten, sachkundigen Einwohnern und Trägern. Genannt werden Zieleinsparung, Belegung, pädagogisches Konzept, Lage, baulicher Zustand und möglicher Sanierungsaufwand sowie die Trägervielfalt.

Mit eineinhalb Jahren Vorlauf bis zum Sommer 2028 setzt die Verwaltung nach eigenen Angaben auf einen geordneten Prozess. Das Geld, das durch die Konzentration frei wird, soll ab 2028 in Erhalt und Modernisierung der verbleibenden Häuser fließen.

„Ein schmerzhafter Abschied“

Die Stadt nennt jede Kita-Schließung einen schmerzhaften Schritt. Unruhe, Sorgen und Trauer bei Familien, Kindern und Teams seien verständlich. In der Stadtratssitzung am 28. Oktober hätten Leitungen und Mitarbeiter der Kita „Waldwichtel“ und der evangelischen Kita das zum Ausdruck gebracht. Die Verwaltung kündigt an, die Anliegen aufzunehmen und öffentlich Rückmeldungen zu geben.

Red./Presseinformation

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Foto: Mars 2002, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons (Aufmacher).
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