Kamenz › Blaulicht auch Görlitz, Löbau, Wachau
Schockanrufe in Kamenz, Görlitz, Löbau und Wachau
Am Montag meldeten sich falsche Kriminalbeamte und erfundene Klinikmitarbeiter. Niemand ging den Anrufern ins Netz. Die Polizei rechnet in den nächsten Tagen mit weiteren Versuchen.
Bürger in Kamenz, Görlitz, Löbau und Wachau haben am Montag zwischen 10 und 17 Uhr Schockanrufe erhalten. Bislang hat sich kein Geschädigter gemeldet, teilt die Polizeidirektion Görlitz mit. Sie warnt davor, dass in den nächsten Tagen weitere derartige Anrufe eingehen könnten.
Zwei Maschen an einem Tag
In einigen Fällen gaben sich die Anrufer als Kriminalpolizisten aus und berichteten von Einbrüchen und Raubüberfällen in der Nachbarschaft. Dann fragten sie, wie viel Geld und welche Wertgegenstände im Haus seien. Noch bevor sie ihre Geschichte zu Ende erzählen konnten, legten sie auf.
Bei den übrigen Haushalten behaupteten die Anrufer, eine Angehörige sei gerade in die Notaufnahme eingeliefert worden. Sie schilderten einen kritischen Zustand, sprachen von Darmkrebs mit Metastasen in Lunge und Leber – und von einem speziellen Medikament, das 150.000 Euro koste.
Was die Polizei rät
Alle Angerufenen beendeten das Gespräch und wandten sich an ihre Angehörigen und an die Polizei. Genau das rät die Polizei auch allen anderen: sich nicht auf die Maschen einlassen, auf keinen Fall Geld oder Wertgegenstände übergeben und sich im Zweifel direkt an Angehörige, Nachbarn oder die Polizei wenden.
Red./Presseinformation
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