Angler tot aus dem Dreiweiberner See geborgen
Ein leeres Boot auf dem Dreiweiberner See bei Lohsa löste am Freitag einen stundenlangen Sucheinsatz aus. Am Nachmittag fanden Taucher einen 74-Jährigen. Die Kriminalpolizei ermittelt zu den Umständen.
Ein Boot ohne Besatzung
Am Freitagvormittag gegen 10.50 Uhr meldete ein Bürger dem Polizeirevier Hoyerswerda ein geankertes Boot auf dem Dreiweiberner See bei Lohsa, in dem sich niemand befand. Fast zeitgleich wandte sich eine Angehörige an das Führungs- und Lagezentrum der Polizeidirektion Görlitz: Sie erreichte ihren 74-jährigen Mann nicht mehr, der als Angler mit seinem Boot auf dem See unterwegs war.
Das Boot wurde leer und mitsamt der Angelausrüstung vorgefunden. Das Fahrzeug des Vermissten stand in Ufernähe geparkt.
Suche mit Booten, Hubschrauber und Drohnen
Die Einsatzkräfte begannen umgehend mit der Suche. Die Feuerwehr war mit einem Boot im Einsatz, dazu kam ein Rettungshubschrauber. Beides brachte nach Angaben der Polizei keine neuen Erkenntnisse.
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Daraufhin wurde die Wasserschutzpolizei angefordert, die ebenfalls mit einem Boot ausrückte. Eine Drohnenstaffel der Feuerwehr Bautzen suchte mit zwei Fluggeräten die Wasserfläche ab. Auch das führte nicht zum Auffinden des Mannes.
Taucher finden den Vermissten
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Mediadaten anfordernÜber die vor Ort befindliche Wasserwacht kamen schließlich Taucher zum Einsatz. Sie fanden gegen 14 Uhr in der Nähe des Bootes eine leblose Person. Eine Notärztin konnte nur noch den Tod feststellen.
Anschließend rückten Kräfte des Kriminaldauerdienstes und der Kriminaltechnik an. Die Kriminalpolizeiinspektion ermittelt zu den Umständen. Angaben zur Todesursache machte die Polizei nicht.
Der See und seine Nutzung
Der Dreiweiberner See gehört zum Lausitzer Seenland und liegt im Gemeindegebiet von Lohsa im Landkreis Bautzen. Er ist aus einem früheren Tagebau entstanden und wird zum Baden, Segeln und Angeln genutzt.
Der Einsatz zeigt, wie viele Kräfte eine Suche auf offenem Wasser bindet: Boote der Feuerwehr und der Wasserschutzpolizei, ein Rettungshubschrauber, zwei Drohnen und zuletzt Taucher – über drei Stunden hinweg. Von Land aus ist eine Person im Wasser kaum auszumachen; erst die Taucher konnten den Bereich um das Boot absuchen.
Red./Presseinformation
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