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Landkreis Bautzen › Wirtschaft

Keine Endlagersuche mehr in Sachsen, Witschas begrüßt das

Die Bundesgesellschaft für Endlagerung verfolgt die Flächen im Freistaat nicht weiter, darunter Gebiete im Landkreis Bautzen. Der Landrat verweist auf das geplante Untergrundlabor des Deutschen Zentrums für Astrophysik.

Keine Endlagersuche mehr in Sachsen, Witschas begrüßt das
Landrat Udo Witschas nennt die Entscheidung ein positives Signal. Foto: Landratsamt Bautzen

Sachsen wird bei der weiteren Suche nach einem Endlager für hochradioaktive Abfälle nicht mehr berücksichtigt. Das hat die Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE) am Dienstag bekannt gegeben. Die bislang noch untersuchten Flächen im Freistaat – darunter Gebiete im Landkreis Bautzen – werden nach der aktuellen Bewertung aus geologischen Gründen nicht weiterverfolgt.

Der Untergrund ist anderweitig verplant

Landrat Udo Witschas begrüßt die Entscheidung ausdrücklich. „Das ist eine gute Nachricht für unseren Landkreis und die gesamte Oberlausitz“, sagte er. „Wir haben in unserer Region große Pläne für die Zukunft.“

Eine besondere Rolle spielt dabei das geplante Untergrundlabor Low Seismic Lab des Deutschen Zentrums für Astrophysik. Im Granitmassiv zwischen Bautzen, Kamenz und Hoyerswerda soll in rund 200 Metern Tiefe eine hochsensible Forschungsinfrastruktur entstehen; die außergewöhnlich ruhigen geologischen Bedingungen gelten als hervorragende Voraussetzung dafür.

Zugleich bewirbt sich die Lausitz gemeinsam mit Sardinien als Standort für das europäische Einstein-Teleskop, mit dem Gravitationswellen erforscht werden sollen.

„Hätte nicht dazu gepasst“

„Wir wollen die besonderen Eigenschaften unseres Untergrundes nutzen, um die Zukunft zu erforschen“, so Witschas. „Eine konkurrierende Nutzung des Untergrundes als Atommüllendlager hätte dazu nicht gepasst.“

Red./Presseinformation

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Foto: Landratsamt Bautzen (Aufmacher).
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