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Landkreis Bautzen › Wirtschaft auch Landkreis Görlitz

Handwerk in Ostsachsen tritt seit drei Jahren auf der Stelle

Das Geschäftsklima liegt bei 103 Punkten – exakt dem Wert vom Vorjahr. 70 Prozent der Betriebe melden gestiegene Einkaufspreise, aber drei Viertel halten ihre Beschäftigtenzahl.

Handwerk in Ostsachsen tritt seit drei Jahren auf der Stelle
Elektroniker ist der drittbeliebteste Ausbildungsberuf im Kammerbezirk. Symbolbild. Foto: jarmoluk/Pixabay

Die Stimmung im ostsächsischen Handwerk bleibt verhalten. Das Geschäftsklima liegt nach der Herbstanalyse der Handwerkskammer Dresden bei 103 Punkten – exakt dem Wert vom Herbst 2025. Seit drei Jahren setzt sich damit eine Seitwärtsbewegung ohne nennenswerte Ausschläge fort.

Die Zahlen im Einzelnen

40 Prozent der Betriebe bewerten ihre Geschäftslage als gut, 43 Prozent als befriedigend. In die Zukunft schauen sie mehrheitlich skeptisch: Nur 8 Prozent erwarten bessere Geschäfte in den nächsten Monaten, 22 Prozent rechnen mit einer Verschlechterung.

23 Prozent berichten von gesunkenen Umsätzen, 17 Prozent von gestiegenen. 27 Prozent melden einen unterdurchschnittlichen Auftragsbestand, nur 7 Prozent überdurchschnittlich gut gefüllte Bücher. Die durchschnittliche Auftragsreichweite liegt bei neun Wochen.

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Deutlich angezogen haben die Preise: 70 Prozent der Betriebe melden gestiegene Einkaufspreise, 20 Prozentpunkte mehr als vor einem Jahr. 37 Prozent haben ihre Verkaufspreise bereits erhöht, 48 Prozent planen das.

Die Betriebe halten ihre Leute

Trotzdem halten die Unternehmen an ihren Beschäftigten fest. 74 Prozent berichten von gleichbleibenden Beschäftigtenzahlen, 15 Prozent haben im vergangenen halben Jahr Personal abgebaut, 11 Prozent aufgebaut. Viele bilden weiter aus.

„Es fehlt aktuell schlicht an politischen und wirtschaftlichen Impulsen insbesondere aus Berlin“, sagt Kammerpräsident Jörg Dittrich. Hauptgeschäftsführer Andreas Brzezinski nennt steigende Energie- und Rohstoffpreise, unterbrochene Lieferketten sowie die Zurückhaltung von Verbrauchern und Industrie als Belastung; die Impulse aus dem Sondervermögen des Bundes kämen bisher nicht bei den Betrieben an.

Für die Analyse wurden vom 1. bis 30. September 3.010 Betriebe im Kammerbezirk Dresden befragt, zu dem neben der Landeshauptstadt die Landkreise Bautzen, Görlitz, Meißen und Sächsische Schweiz-Osterzgebirge gehören. Die Rücklaufquote lag bei rund 19 Prozent.

Red./Presseinformation

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Foto: jarmoluk/Pixabay (Aufmacher).
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