3,7 Millionen für ein KI-Labor am BSZ in Hoyerswerda
Am Beruflichen Schulzentrum „Konrad Zuse“ in Hoyerswerda ist der Grundstein für ein Pflege-Labor mit digitaler Technik gelegt worden. 766 Quadratmeter, 3,7 Millionen Euro, fertig bis Ende 2027. Drin sind unter anderem ein Pflegebad und ein digitales Schwesternzimmer.
Was am BSZ „Konrad Zuse“ in Hoyerswerda entsteht
Auf dem Gelände des Beruflichen Schulzentrums an der Käthe-Kollwitz-Straße wird ein eingeschossiger Neubau mit rund 766 Quadratmetern Bruttogrundfläche hochgezogen, barrierefrei zugänglich. Für Bau und Ausstattung stehen rund 3,7 Millionen Euro bereit. Fertig sein soll das Gesamtprojekt bis Ende 2027. Am Bau sind 24 Gewerke beteiligt; Zeitplan und Kosten liegen nach Angaben des Landkreises im vorgesehenen Rahmen.
Damit sind die drei Fragen beantwortet, die bei der Einladung zur Grundsteinlegung noch offen waren: Größe, Kosten und Fertigstellung hatte der Landkreis im August nicht genannt.

Schulleiterin Kathleen Stephan füllt die Hülse, bevor sie in den Grundstein kommt. Foto: Landratsamt Bautzen
Pflegebad, VR-Raum und ein digitales Schwesternzimmer
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Das Labor erweitert die Ausbildung von Pflegefachkräften und Pflegehelfern. Geplant sind realitätsnah eingerichtete Pflegebereiche, ein Pflegebad, ein Lager- und Logistiklabor, ein Bereich für virtuelle und erweiterte Realität sowie ein digitales Schwesternzimmer.
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Mediadaten anfordernTrainiert werden sollen dort typische Pflegesituationen mit der Technik, die in Kliniken und Heimen zunehmend steht: intelligente Bettsysteme, digitale Assistenzsysteme, Sensorik und KI-gestützte Anwendungen. Vernetzte Video- und Kameratechnik nimmt Übungen und Prüfungen auf, damit sie anschließend gemeinsam ausgewertet werden können.
„Wir schaffen hier nicht nur zusätzliche Räume. Wir schaffen einen Ort, an dem die Pflegeausbildung von morgen bereits heute beginnen kann“, sagte Landrat Udo Witschas bei der Grundsteinlegung. Mit Blick auf eine älter werdende Bevölkerung brauche der Landkreis auch künftig gut ausgebildete Pflegefachkräfte.
Zweites Pflegeprojekt im Landkreis Bautzen binnen zehn Tagen
Erst am 1. September war bei den Oberlausitz-Kliniken in Bautzen die neue Oberlausitzer Berufsfachschule für Gesundheitsberufe eröffnet worden. Beide Vorhaben zielen auf denselben Engpass: zu wenige ausgebildete Pflegekräfte in der Region.
Bezahlt wird das Labor vom Landkreis als Schulträger, unterstützt aus dem Just Transition Fund der Europäischen Union. Aus diesem Topf finanziert der Kreis mehrere Vorhaben an seinen Beruflichen Schulzentren – Geld, das den Strukturwandel nach der Kohle abfedern soll, hier über berufliche Bildung. Grußworte sprachen neben dem Landrat auch Werner Glowka vom Sächsischen Kultusministerium und Hoyerswerdas Oberbürgermeister Torsten Ruban-Zeh.
Red./Presseinformation
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