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BautzenWirtschaft auch Landkreis Görlitz

20,1 Millionen Euro von der EU für die Lausitzer Stromnetze

Die SachsenEnergie erhält einen EU-Zuschuss für den Ausbau der Netze in den Landkreisen Bautzen und Görlitz. Übergeben wurde er am Mittwoch in Bautzen. Geplant sind unter anderem 40 Kilometer neue Hochspannungsleitungen.

20,1 Millionen Euro von der EU für die Lausitzer Stromnetze
Ulla Korpinen von der Europäischen Investitionsbank, SachsenEnergie-Chef Frank Brinkmann und Landrat Udo Witschas bei der Übergabe in Bautzen. Foto: SachsenEnergie

Ein Zuschuss neben einem Darlehen

Das Geld kommt von der Europäischen Exekutivagentur für Klima, Infrastruktur und Umwelt und fließt in ein Projekt namens „LaNeTra“, kurz für Lausitz Network Transformation. Es ergänzt ein 2025 vereinbartes Darlehen der Europäischen Investitionsbank über 400 Millionen Euro sowie Eigenmittel des Unternehmens.

Übergeben wurde die Förderung am Mittwoch am Regionalstandort des Netzbetreibers SachsenNetze in Bautzen, im Beisein von Landrat Udo Witschas und Vertretern beider Landkreise.

Was gebaut werden soll

Die Mittel verteilen sich auf alle Netzebenen. Im Hochspannungsbereich werden rund 40 Kilometer Leitungen erneuert, darunter die neue Verbindung zwischen Oderwitz und Lawalde. Dazu kommen der Netzknoten Horka und Maßnahmen in 16 Umspannwerken.

Mittelspannung: Ersatz und Erweiterung von rund 213 Kilometern Erdkabel, Modernisierung von etwa 250 Transformatoren- und Verteilstationen.
Niederspannung: rund 60 Kilometer Freileitungen ersetzt, etwa 115 Kilometer Erdkabel neu gebaut oder erneuert, mehr als 1.000 Hausanschlüsse modernisiert.
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Die Förderanteile betragen 8,88 Millionen Euro für die Hoch-, 7,92 Millionen für die Mittel- und 3,30 Millionen für die Niederspannung.

Warum der Bedarf wächst

„Stabile Energienetze sind das Rückgrat von Industrieentwicklung und Energiewende“, sagt Frank Brinkmann, Vorstandsvorsitzender der SachsenEnergie. Der nötige Ausbau erfordere Investitionen in einer Größenordnung, wie sie Netzbetreiber bisher kaum bewältigen mussten.

Hintergrund ist der wachsende Strombedarf: Produktionsprozesse werden elektrifiziert, Ladeinfrastruktur entsteht, Wärmepumpen und erneuerbare Energien kommen hinzu. In Bautzen baut das Unternehmen derzeit einen Ladepark mit zwölf Schnellladepunkten.

134 Millionen für beide Landkreise

Bis 2027 will die Unternehmensgruppe insgesamt 732 Millionen Euro in den Ausbau des Stromnetzes in Ostsachsen investieren. Rund 134 Millionen Euro davon entfallen nach Unternehmensangaben auf die Landkreise Bautzen und Görlitz.

Red./Presseinformation

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Foto: SachsenEnergie (Aufmacher).
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