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Bautzen › Blaulicht auch Dresden und Umland

Zoll durchsucht 13 Objekte im Raum Bautzen und Dresden

Zwei Verantwortliche von Baufirmen sollen Arbeitnehmer nicht zur Sozialversicherung angemeldet und Scheinrechnungen über fast drei Millionen Euro verbucht haben. Mehr als 100 Zöllner waren im Einsatz.

Zoll durchsucht 13 Objekte im Raum Bautzen und Dresden
Baustelle Symbolbild; Foto: Mario De Mattia, www.pixelio.de

Wohnungen, Büros und Unterkünfte durchsucht

Die Durchsuchungsbeschlüsse erließen die Ermittlungsrichter der Amtsgerichte Bautzen und Dresden auf Antrag der Staatsanwaltschaften Dresden und Görlitz. Vollzogen wurden sie am Donnerstag durch den Zoll: 13 Objekte im Raum Bautzen und Dresden, darunter private Wohn- und Geschäftsräume sowie Unterkünfte von Arbeitnehmern.

Beteiligt waren mehr als 100 Zöllnerinnen und Zöllner der Finanzkontrolle Schwarzarbeit sowie Beschäftigte des Finanzamtes Dresden. Sichergestellt wurden Mobiltelefone, Datenträger und Papierdokumente – dazu 22.000 Euro Bargeld und ein Auto im Wert von etwa 15.000 Euro. Auf einem Bankkonto pfändeten die Ermittler 300.000 Euro.

Scheinrechnungen über fast drei Millionen Euro

Den beiden Beschuldigten, beide 47 Jahre alt, wird nach Angaben der Staatsanwaltschaften unter anderem Vorenthalten und Veruntreuen von Arbeitsentgelt in einer Vielzahl von Fällen zur Last gelegt. Sie sollen Beschäftigte teilweise nicht zur Sozialversicherung angemeldet und Sozialbeiträge unvollständig abgeführt haben.

Zwischen Anfang 2023 und Mitte 2026 sollen sie zudem Rechnungen angeblicher Servicefirmen über fast drei Millionen Euro verbucht haben, denen keine tatsächliche Leistung gegenüberstand – nach Darstellung der Ermittler, um Schwarzarbeit zu verdecken.

Die Ermittlungen dauern an und werden nach Angaben der Behörden noch einige Zeit in Anspruch nehmen. Für die Beschuldigten gilt die Unschuldsvermutung.

Red./Presseinformation

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