Landkreis Bautzen › Wirtschaft auch Landkreis Görlitz
Arbeitslosenquote in Bautzen und Görlitz bleibt bei 7,2 Prozent
19.612 Menschen waren im Oktober arbeitslos gemeldet, 114 mehr als im September. Die Unternehmen meldeten nur 663 freie Stellen – der zweitniedrigste Wert seit 2007.
Die Arbeitslosenquote im Bezirk der Agentur für Arbeit Bautzen, zu dem die Landkreise Bautzen und Görlitz gehören, ist im Oktober unverändert bei 7,2 Prozent geblieben. Gemeldet waren 19.612 Menschen, 114 mehr als im September.
Ein Anstieg, der für Oktober untypisch ist
„Der Herbst bringt keine Entlastung auf dem Arbeitsmarkt in der Oberlausitz“, sagt Anja Schilling, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur. Sonst meldeten die Unternehmen im Oktober oft mehr freie Stellen als im September – diesmal sei es umgekehrt.
989 Menschen konnten ihre Arbeitslosigkeit durch eine neue Tätigkeit beenden, 146 weniger als im September. Dem standen 1.164 Arbeitslosmeldungen von zuvor Erwerbstätigen gegenüber. Beim Jobcenter des Landkreises Görlitz stieg zudem die Zahl arbeitsloser ausländischer Menschen um 112 auf 1.795.
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Im Vergleich zum Oktober 2025 gibt es 179 Arbeitslose mehr, die Quote lag damals bei 7,1 Prozent. Besonders betroffen sind Jugendliche: Ihre Zahl stieg um 233 auf 1.974, ein Plus von 13,4 Prozent. Als Gründe nennt die Agentur die Zuwanderung geflüchteter Menschen und die schwache wirtschaftliche Entwicklung. Gegenläufig entwickelten sich zwei Gruppen: Die Zahl der Arbeitslosen ab 50 Jahren sank um 303 auf 8.258, die der Langzeitarbeitslosen um 457 auf 8.566.
663 freie Stellen – zweitniedrigster Wert seit 2007
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Mediadaten anfordernDie Unternehmen meldeten im Oktober 663 freie sozialversicherungspflichtige Stellen. Das sind 96 weniger als im September und 224 weniger als im Oktober 2025; nur im Oktober 2024 waren es mit 650 noch weniger. Im Bestand hat die Agentur 4.023 Stellen, 231 weniger als vor einem Jahr.
Auffällig ist, wie lange die Stellen offen bleiben: durchschnittlich 185 Tage, im Vorjahr waren es 133. Die Agentur wertet das als Hinweis darauf, dass Unternehmen schwerer geeignete Bewerber finden und sich bei Personalentscheidungen mehr Zeit lassen.
Die meisten Stellen sind in der Zeitarbeit gemeldet (1.024), gefolgt vom verarbeitenden Gewerbe (780), dem Handel (458), dem Gesundheits- und Sozialwesen (316) und freiberuflichen, wissenschaftlichen und technischen Dienstleistungen (283). Für Hilfskräfte stehen 623 Stellen im Bestand, für Fachkräfte, Spezialisten und Experten 3.400.
Kurzarbeit geht zurück
Im September zeigten 17 Unternehmen für 269 Beschäftigte Kurzarbeit an – fünf Betriebe und 73 Beschäftigte weniger als im September 2025. Die meisten kamen aus dem verarbeitenden Gewerbe, vor allem aus dem Maschinenbau.
Red./Presseinformation
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