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Görlitz › Panorama

Klinikum Görlitz überwacht Nerven bei Hirn-OPs mit neuer Technik

Die Neurochirurgie hat ihr intraoperatives Neuromonitoring erneuert. Das Gerät zeigt live, ob Bewegung, Gefühl, Hören und Sehen während der Operation unbeeinträchtigt bleiben.

Klinikum Görlitz überwacht Nerven bei Hirn-OPs mit neuer Technik
Eingriff mit intraoperativem Neuromonitoring. Foto: Katja Pietsch / Städtisches Klinikum Görlitz

Vor einer Operation an Gehirn oder Rückenmark beschäftigt Patienten vor allem eine Frage: Werde ich danach noch alles bewegen, sprechen und hören können? Die Neurochirurgie am Städtischen Klinikum Görlitz überwacht deshalb seit 1995 während solcher Eingriffe die Funktionen des Nervensystems. Jetzt wurde die Technik erneuert.

Mehr Anwendungen als bisher

Ein neues Gerät für das intraoperative Neuromonitoring bietet nach Angaben des Klinikums deutlich mehr spezifische Anwendungen als das bisherige. Der erste Eingriff damit wurde vergangene Woche durchgeführt.

Ein Bildschirm im Operationssaal zeigt mehrere farbige Signalkurven
Am Monitor verfolgt eine Fachkraft, ob die Nervenbahnen normal arbeiten. Foto: Katja Pietsch / Städtisches Klinikum Görlitz

Zum Einsatz kommt das Verfahren unter anderem bei Hirntumoren, bei Aneurysmen – also krankhaften Gefäßaussackungen im Gehirn –, bei Tumoren im Rückenmark und bei stabilisierenden Operationen an der Wirbelsäule.

Wie die Überwachung funktioniert

Während der Operation beobachtet eine neurophysiologische Fachkraft am Monitor, ob die Nervenbahnen normal arbeiten. Über Elektroden werden gezielt schwache Reize gesetzt, zum Beispiel für Bewegung und Gefühl, aber auch für Hören und Sehen. Die Reaktionen sind live am Bildschirm zu sehen.

Verändert sich ein Signal, meldet die Fachkraft das sofort dem Operateur. Das Team kann dann reagieren und sein Vorgehen anpassen, damit wichtige Funktionen erhalten bleiben.

Red./Presseinformation

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Foto: Katja Pietsch / Städtisches Klinikum Görlitz (Aufmacher).
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