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Boxberg/O.L.Wirtschaft

34 Millionen für eine Carbonfaser-Fabrik in Boxberg

Im Gewerbegebiet Kringelsdorf in Boxberg beginnen Mitte September die Bauarbeiten für die Carbon Lab Factory der TU Chemnitz. Auf drei Hallen soll dort die gesamte Kette von der Carbonfaser bis zum fertigen Bauteil abgebildet werden – nach Angaben des Freistaats einzigartig in Europa. Bezahlt wird der Bau aus Mitteln des Kohleausstiegs.

34 Millionen für eine Carbonfaser-Fabrik in Boxberg
So soll der Bau aussehen. Visualisierung des Architekturbüros. Foto: DGI-Bauwerk Gesellschaft von Architekten mbH

Drei Hallen im Gewerbegebiet Kringelsdorf

Mitte September wird in Boxberg zunächst die Baustelle eingerichtet, Ende September oder Anfang Oktober sollen die eigentlichen Arbeiten beginnen. Ab November ist der Beton geplant. Fertig sein und an die TU Chemnitz übergeben werden soll der Bau Ende 2028. Die Regie führt die Niederlassung Bautzen des Staatsbetriebs Sächsisches Immobilien- und Baumanagement.

Entstehen sollen drei miteinander verbundene Industriehallen, dazwischen ein Gebäuderiegel für die Haustechnik und ein kompakter Labor- und Bürobereich. Die Hallen sind unterschiedlich hoch, was von außen sichtbar bleiben soll.

Was in Boxberg produziert werden soll

In Halle 1 sollen die Carbonfasern selbst hergestellt werden – auf einer Anlage, die in der Mitteilung „Black-Line“ heißt. In Halle 2 werden die Fasern zu textilen Halbzeugen weiterverarbeitet, in Halle 3 entstehen daraus Strukturbauteile. Im Labor- und Bürobereich werden Materialien, Halbzeuge und Bauteile geprüft; dort sind außerdem ein Großraumbüro, ein Besprechungsraum und der Empfang vorgesehen.

Damit soll in Boxberg die gesamte Wertschöpfungskette an einem Standort liegen, von der Faser bis zum Hochleistungsbauteil. Eine solche Forschungsinfrastruktur für nachhaltige Carbonfasern sei in Europa einmalig, teilt der Staatsbetrieb mit.

Geld aus dem Kohleausstieg

Die Baukosten liegen bei 34 Millionen Euro, dazu kommt nach Angaben des Staatsbetriebs eine umfangreiche Ausstattung für die Nutzer. Finanziert wird das Vorhaben aus Mitteln des Investitionsgesetzes Kohleregionen – also aus dem Geld, mit dem Bund und Länder den Strukturwandel in den Braunkohlerevieren begleiten.

Red./Presseinformation

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Foto: DGI-Bauwerk Gesellschaft von Architekten mbH (Aufmacher).
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