Boxberg bekommt 2,4 Millionen Euro für eine neue Ortsmitte
Der Freistaat nimmt Boxberg/O.L. neu in das Städtebauförderprogramm „Wachstum und nachhaltige Erneuerung“ auf. In diesem Jahr fließen 2,4 Millionen Euro, bis 2038 sollen es 10,1 Millionen werden. Das teilt das Innenministerium mit.
Eine von sechs neuen Kommunen im Programm
Sachsen setzt die Bewilligungen für das Programmjahr 2026 fort. Nach den Programmen „Lebendige Zentren“ und „Sozialer Zusammenhalt“ starten nun auch die Bewilligungen für „Wachstum und nachhaltige Erneuerung“. Insgesamt erhalten daraus 51 Städte und Gemeinden rund 95,9 Millionen Euro.
Sechs Kommunen kommen neu hinzu. Neben Boxberg/O.L. sind das Meerane, Meißen, Neukieritzsch, Penig und Wurzen. Für ihre neuen Gesamtmaßnahmen stehen in diesem Jahr rund 23,6 Millionen Euro bereit. Boxberg ist die einzige Kommune darunter, die im Landkreis Görlitz liegt.
Woran es in der Ortsmitte bisher hakt
Die Gemeinde wird mit der Gesamtmaßnahme „Ortsmitte“ aufgenommen. Das Fördergebiet folgt nach Angaben des Innenministeriums den Prinzipien des DDR-Städtebaus: zentrale Einrichtungen der Daseinsvorsorge wie Schule, Kita, Verwaltung, Feuerwehr und ärztliche Versorgung, dazu Wohngebäude in Zeilen- und Blockbauweise aus den 1960er- und 1970er-Jahren.
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Die bestehenden Grundstrukturen weisen demnach deutliche bauliche, funktionale und gestalterische Defizite auf. Vor allem aber fehle eine zentrale Mitte. Hinzu komme der demografische Wandel mit Bevölkerungsrückgang und Überalterung.
Marktplatz, Wohnumfeld und Gemeinbedarf
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Mediadaten anfordernMit dem Geld will die Gemeinde eine neue Ortsmitte schaffen. Vorgesehen sind eine klimagerechte Freiraumgestaltung und die Gestaltung des Marktplatzes. Außerdem stehen folgende Vorhaben im Fördergebiet an:
Der Zeitplan reicht bis zum Kohleausstieg
Für die Umsetzung stehen der Gemeinde bis 2038 insgesamt 10,1 Millionen Euro in Aussicht. Das Jahr ist kein zufälliges: Boxberg wird nach Einschätzung des Ministeriums maßgeblich vom Kohleausstieg und der für Ende 2038 geplanten Stilllegung des Kraftwerks geprägt sein.
„Stadtentwicklung braucht einen langen Atem“, erklärt Staatsministerin Regina Kraushaar. Man kenne Kommunen, die mit Leerstand, demografischem Wandel oder den Folgen früherer Nutzungen umgehen müssten und dafür keine schnellen Lösungen aus dem Hut zaubern könnten.
Die Städtebaumittel sollen nach ihren Worten dort ankommen, wo sie im Alltag der Menschen einen Unterschied machen: „in öffentlichen Räumen, in denen man sich gerne aufhält, in Stadtquartieren, die den Bedürfnissen der Bewohnerinnen und Bewohner entsprechen – beispielsweise in Bezug auf Barrierefreiheit oder Schattenplätze“.
So geht es mit den Bescheiden weiter
Die Bescheide für alle geförderten Kommunen stellt die Sächsische Aufbaubank in den kommenden Tagen zu. Erst danach kann die Gemeinde die einzelnen Maßnahmen im Fördergebiet konkret auf den Weg bringen.
Red./Presseinformation
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Foto: Julianmuhle, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons (Aufmacher).
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