Hoyerswerda › Panorama auch Boxberg/O.L.
Sensory Bags und Piepsy: neue Leihangebote in Hoyerswerda
Eine Tasche gegen Reizüberflutung und ein Gerät, das blinden Badegästen den Weg aus dem Wasser piept: Beides gibt es ab sofort kostenlos in der Touristinformation Hoyerswerda und am Bärwalder See.
Was in einer Sensory Bag steckt
Die Taschen richten sich an Menschen, die auf Reize empfindlich reagieren – und an alle anderen, die im Trubel eines Strandtages einen Moment Ruhe brauchen. Drin sind Ohrstöpsel gegen Umgebungsgeräusche, ein Igelball und ein Handkreisel zum Greifen, eine Rassel, ein Stein aus dem Lausitzer Seenland und eine Postkarte aus der Region. Dazu kommt sogenannte Hoffnungswolle von Alpakas des regionalen Anbieters „LAUSITZleben“.
Ausleihen kann man die Taschen in den Touristinformationen Hoyerswerda und am Bärwalder See. Die übrigen fünf Ausgabestellen – Senftenberg, Großräschen, Forst, Guben und Spremberg – liegen in Brandenburg.

Sender und Empfänger: Das akustische Leitsystem Piepsy führt mit Tönen zum Zielpunkt am Strand. Foto: Julia Kussatz
Piepsy: Töne statt Blicke
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Das akustische Leitsystem Piepsy hilft Menschen mit Sehbeeinträchtigung oder Blindheit, sich am Strand und im Wasser zurechtzufinden. Ein Sender wird am Zielpunkt aufgestellt, ein mobiler Empfänger führt mit akustischen Signalen dorthin. Das erleichtert nicht nur den Weg zum Wasser, sondern vor allem den Weg zurück – aus dem See heraus fehlt sonst jeder Anhaltspunkt.
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Mediadaten anfordernDie Geräte stehen inzwischen an fünf Standorten bereit. In unserer Region sind das die Touristinformation Hoyerswerda und die am Bärwalder See; dazu kommen Senftenberg, Großräschen und der Familienpark am Senftenberger See.
Kostenfrei, aber mit Protokoll
Beide Angebote kosten nichts. Ausgegeben werden sie über ein Verleihprotokoll und sollen vollständig zurückgebracht werden. Die Touristinformationen in Hoyerswerda und am Bärwalder See sind nach Angaben des Verbandes barrierefrei zugänglich und nach den Kriterien von „Reisen für Alle“ zertifiziert.
„Barrierefreiheit bedeutet für uns, unterschiedliche Bedürfnisse mitzudenken und konkrete Angebote zu schaffen, die Menschen mehr Selbstständigkeit, Sicherheit und Wohlbefinden ermöglichen“, sagt Therés Wurzler, die das Projekt „Netzwerk Barrierefrei im Lausitzer Seenland“ koordiniert.
Ein Förderprojekt mit Enddatum
Das Netzwerk läuft seit 2024 über drei Jahre und wird vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie aus dem Programm STARK finanziert, mit dem der Bund den Strukturwandel in den Kohlerevieren begleitet. Wie es danach mit Taschen und Geräten weitergeht, sagt die Mitteilung nicht.
Red./Presseinformation
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