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Wittichenau › Wirtschaft

Birkenstock steht hinter der Schuhfabrik in Wittichenau

Die Baugenehmigung vom 14. September nannte den Bauherrn nicht. Auf Nachfrage hat die Stadt bestätigt, wer im Gewerbepark produzieren will – der Sandalenhersteller Birkenstock, der dort bis 2030 mehrere hundert Arbeitsplätze schaffen will.

Birkenstock steht hinter der Schuhfabrik in Wittichenau
In Wittichenau sollen die Kork-Latex-Fußbetten für Birkenstock-Schuhe entstehen. Symbolbild. Foto: Elmschrat, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Mitte September hatte das Bauaufsichtsamt des Landkreises Bautzen die Nutzungsänderung im Gewerbepark Wittichenau genehmigt – vom Möbelwerk zur Produktionsstätte für Schuhe. Wer dort baut, stand nicht in der Bekanntmachung: Veröffentlichungen nach der Sächsischen Bauordnung nennen den Bauherrn nicht. Auf Nachfrage dieser Redaktion hat Bürgermeister Markus Posch den Namen bestätigt und auf eine Mitteilung der Wirtschaftsförderung verwiesen. Es ist Birkenstock.

Kork-Latex-Fußbetten aus Brischko

Das Unternehmen hat nach Angaben der Stadt das Gelände der 2023 geschlossenen MAJA-Möbelwerke im Ortsteil Brischko erworben. Dort sollen Kork-Latex-Fußbetten entstehen, nach Darstellung der Stadt das Kernprodukt der Birkenstock-Schuhe. Die leerstehenden Gebäude werden zunächst umfassend modernisiert und ertüchtigt, danach schrittweise mit Anlagen ausgestattet. Begonnen wurde damit Anfang 2026.

Die Wirtschaftsförderung Lausitz-Invest, ein gemeinsames Angebot der Wirtschaftsförderungen Sachsens und Brandenburgs, beziffert die Investition auf rund 18 Millionen Euro und bezeichnet Wittichenau als dritten Standort des Unternehmens in der Region. Bis 2030 sollen mehrere hundert Arbeitsplätze entstehen; der Aufbau läuft in Stufen.

Was noch offen ist

Die jetzt erteilte Baugenehmigung betrifft die Nutzungsänderung mit Lager sowie Verwaltungs- und Sozialbereichen. Zugelassen wurde dabei eine Abweichung vom Bebauungsplan für einen 14,50 Meter hohen Schornstein. Gegen den Bescheid kann innerhalb eines Monats nach Bekanntgabe Widerspruch erhoben werden.

Wann genau die Produktion anläuft und wann Personal gesucht wird, ist damit noch nicht gesagt. Der Bürgermeister verweist für weitere Fragen an das Unternehmen.

Red./Presseinformation

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Foto: Elmschrat, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons (Aufmacher).
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