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Radeberg › Rathaus

Radeberg beschließt seinen kommunalen Wärmeplan

Rund 80 Prozent der Wärme im Stadtgebiet stammen heute aus Erdgas und Heizöl. Der Stadtrat hat am 30. September beschlossen, wie sich das ändern soll – nach zwei Jahren Arbeit mit SachsenEnergie.

Radeberg beschließt seinen kommunalen Wärmeplan
Radeberg. Industrielle Abwärme gehört zu den Quellen, die der Wärmeplan untersucht hat. Foto: Lupus in Saxonia, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Die Große Kreisstadt Radeberg hat ihre kommunale Wärmeplanung abgeschlossen. Der Stadtrat beschloss den Plan in seiner Sitzung am 30. September. Erarbeitet wurde er seit Herbst 2024 gemeinsam mit SachsenEnergie und der seecon Ingenieure GmbH, gefördert aus der Nationalen Klimaschutzinitiative.

Vier von fünf Kilowattstunden kommen aus Gas und Öl

Die Analyse zeigt, dass die Wärmeversorgung in Radeberg heute zu rund 80 Prozent auf fossilen Energien beruht, vor allem auf Erdgas und Heizöl. Untersucht wurden die bestehende Wärmenachfrage, die vorhandenen Versorgungsstrukturen und die Potenziale verschiedener Wärmequellen – Solarthermie, Photovoltaik, Geothermie und industrielle Abwärme ebenso wie dezentrale Lösungen. Daraus hat das Projekt Entwicklungspfade für eine treibhausgasärmere Versorgung des Stadtgebiets abgeleitet.

Eine Grundlage für Entscheidungen in Radeberg

»Mit dem Beschluss des kommunalen Wärmeplans liegt für Radeberg nun eine fachlich fundierte Grundlage für die Entwicklung der Wärmeinfrastruktur vor«, sagt Oberbürgermeister Frank Höhme. Der Plan zeige Versorgungsoptionen für verschiedene Bereiche des Stadtgebiets auf und diene als Orientierung für künftige Entscheidungen und Investitionen. »Unser gemeinsames Ziel muss sein, die Wärmeversorgung der Bürgerinnen und Bürger zukünftig bezahlbar, resilient und klimaneutral aufzustellen.«

Der Wärmeplan ist eine strategische Grundlage, kein Bauplan: Er legt nicht fest, welches Haus künftig wie beheizt wird, sondern beschreibt, welche Versorgungsoptionen in welchem Teil der Stadt in Betracht kommen.

Red./Presseinformation

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Foto: Lupus in Saxonia, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons (Aufmacher).
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