Landkreis Bautzen › Wirtschaft auch Landkreis Görlitz
Weniger Lehrlinge in Bautzen, mehr im Landkreis Görlitz
445 junge Leute haben im Landkreis Bautzen eine Lehre im Handwerk begonnen, 52 weniger als vor einem Jahr. Im Landkreis Görlitz sind es 336 und damit 25 mehr. Die Zahlen nannte die Handwerkskammer Dresden auf Nachfrage.
Im Handwerk des Landkreises Bautzen haben in diesem Jahr 445 Frauen und Männer eine Ausbildung begonnen. Vor einem Jahr waren es zum selben Stichtag noch 497. Im Landkreis Görlitz zeigt die Entwicklung in die andere Richtung: Dort stieg die Zahl von 311 auf 336. Das teilte die Handwerkskammer Dresden auf Nachfrage dieser Redaktion mit.
Der Bezirkswert verdeckt die Lage in beiden Kreisen
In ihrer Medieninformation hatte die Kammer nur die Zahl für den gesamten Kammerbezirk genannt: 2.170 neue Lehrverträge zum Stichtag 30. September nach 2.250 im Vorjahr. Dieser Bezirk reicht von Dresden bis Zittau. Dass die beiden Oberlausitzer Kreise sich dabei gegenläufig entwickeln, geht in der Gesamtzahl unter.
»Die Stimmung in einer wachsenden Zahl von Handwerksbetrieben in der Region ist dramatisch schlecht«, sagt Andreas Brzezinski, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Dresden. Noch habe das keine erheblichen Auswirkungen auf den Ausbildungsmarkt. »Die Handwerksbetriebe setzen auch weiterhin auf die eigene Ausbildung, um sich ihre Fachkräfte von morgen zu sichern.« Zugleich seien die ersten Folgen der wirtschaftlichen Krise auf dem Ausbildungsmarkt angekommen.
Kfz-Mechatroniker liegt in Bautzen und Görlitz vorn
Die Rangfolge der Berufe ist in beiden Kreisen ähnlich. Am häufigsten beginnen junge Leute eine Lehre als Kraftfahrzeugmechatroniker – 66 im Landkreis Bautzen und 40 im Landkreis Görlitz. Es folgen Anlagenmechaniker für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik (32 und 30) sowie Elektroniker (31 und 33). Beim Dachdecker sind beide Kreise mit je 21 Verträgen gleichauf. Danach kommen Tischler (24 und 17), Maler und Lackierer (18 und 14) sowie Friseure (16 und 10).
Wie viele Lehrstellen derzeit unbesetzt sind, kann die Kammer nicht sagen. Die Betriebe seien nicht verpflichtet, ihre freien Stellen zu melden. Ausgebildet wird im Handwerk in mehr als 80 Berufen.
Red./Presseinformation
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Foto: Dietmar Rabich, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons (Aufmacher).
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