Landkreis Bautzen › Panorama auch Landkreis Görlitz
Wolf soll bejagt werden, Biosphärenreservat wächst
Sachsens Umweltminister hat im Landtag seine naturschutzpolitische Linie erklärt – mit zwei Punkten, die die Oberlausitz direkt betreffen: Beim Wolf soll künftig die Jagd zum Herdenschutz hinzukommen, und das Biosphärenreservat Oberlausitzer Heide- und Teichlandschaft ist um rund 2.250 Hektar gewachsen.
Beim Wolf kommt die Jagd hinzu
Mit der Absenkung des Schutzstatus im Oktober 2025 sei ein Systemwechsel gelungen, sagte Umwelt- und Landwirtschaftsminister Georg-Ludwig von Breitenbuch am Mittwoch im Landtag. Künftig soll ein aktives Bestandsmanagement durch Bejagung den bisherigen Herdenschutz und den Schadensausgleich ergänzen. Dafür wird das Sächsische Jagdgesetz geändert und ein landesweiter Managementplan aufgestellt.
Auch beim Biber will der Freistaat nachsteuern. Die maximale Förderung für Präventionsmaßnahmen ist von 20.000 auf 50.000 Euro angehoben worden. Zusätzlich erarbeitet Sachsen erstmals eine eigene Biberverordnung, mit der einzelne Tiere bei hohem Schadenspotenzial leichter entnommen werden können. Die Anhörung dazu soll noch im dritten Quartal 2026 beginnen. Für Fischotter und Kormoran kündigte der Minister ebenfalls Anpassungen an – „regional und mit Augenmaß“, unter Wahrung des Erhaltungszustandes der Arten.
2.250 Hektar mehr Biosphärenreservat
Das Biosphärenreservat Oberlausitzer Heide- und Teichlandschaft ist nach Angaben des Ministeriums auf Wunsch von sechs Gemeinden um rund 2.250 Hektar gewachsen. Welche Gemeinden das sind, nennt die Mitteilung nicht.
Wählen Sie Ihre Orte – dann stehen deren Meldungen oben auf Ihrer Startseite. Ohne Anmeldung, alles bleibt in Ihrem Browser.
Ort auswählenAnzeige
In der Nationalparkregion Sächsische Schweiz soll mehr vor Ort entschieden werden: Genehmigungen sollen künftig ortsnäher durch den Landkreis erfolgen. 2026 wird außerdem das Nationale Naturmonument Grünes Band ausgewiesen. Photovoltaik im Wald lehnte von Breitenbuch weiter ab; Sachsen hat sich im Bundesrat dagegen positioniert.
Kritik am EU-Regelwerk
Sie wollen Menschen in Bautzen und Görlitz erreichen? Wir sagen Ihnen, was das kostet – ohne Umweg über eine Agentur.
Mediadaten anfordernDas europäische Naturschutzregelwerk halte mit der Realität nicht mehr Schritt, sagte der Minister. Das System der Lebensraumtypen beruhe auf einer Liste aus den 1990er-Jahren. In Sachsen erreichen nach seinen Angaben nur 28 Prozent der Lebensraumtypen und 27 Prozent der Arten einen günstigen Erhaltungszustand.
Die EU-Wiederherstellungsverordnung müsse grundlegend überarbeitet werden: Umfangreiche Verpflichtungen träfen auf sinkende Naturschutzfinanzierung und ungeklärte Umsetzungsfragen. Sachsen hat 2026 den Vorsitz der Umweltministerkonferenz; im November tagt sie in Bad Schandau zu Natur- und Artenschutz.
Geld für Stationen und Ehrenamt
Für Naturschutzstationen und das Programm Junge Naturwächter sind im Doppelhaushalt 2027/2028 zusammen rund 3,43 Millionen Euro jährlich vorgesehen. Am Programm beteiligen sich nach Ministeriumsangaben rund 900 Kinder und Jugendliche in über 80 Gruppen.
Mehr als 1.000 Ehrenamtliche tragen in Sachsen das Monitoring und die Betreuung der Schutzgebiete mit.
Red./Presseinformation
Uns bei Google bevorzugen
Ein Klick, und Google zeigt Ihnen Meldungen aus der Oberlausitz häufiger von uns statt von überregionalen Portalen. Jederzeit widerrufbar.
Als bevorzugte Quelle hinzufügenÖffnet eine Seite bei Google. Funktioniert nur, wenn Sie dort angemeldet sind.
Anzeige
Die Oberlausitz am Abend
Jeden Abend das Wichtigste aus der Region – in zwei Minuten gelesen. Kostenlos, jederzeit abbestellbar.
Wir schicken Ihnen zuerst eine Bestätigungsmail. Erst mit dem Klick darin ist die Anmeldung gültig. Abmeldung jederzeit über den Link am Ende jeder Ausgabe.
Mehr aus Landkreis Bautzen
Panorama
Alltagsbegleitung: 13 Anlaufstellen in beiden Landkreisen
Infoabend „Berufliche Betreuer“ bei der AOK PLUS in Kamenz
Rathaus
Berufliche Betreuer gesucht: Infoabend am 22. September in Kamenz
Sie wollen Menschen in Bautzen und Görlitz erreichen? Wir sagen Ihnen, was das kostet – ohne Umweg über eine Agentur.
Mediadaten anfordernAnzeige
Auf den Startbildschirm
Eigenes Symbol, Start ohne Browserleiste, gelesene Artikel auch ohne Netz. Ohne Store, ohne Konto.
Benachrichtigungen gibt es auf dem iPhone nur so – erst ablegen, dann in der App einschalten.
So geht’sEilmeldungen aufs Handy
Nur bei wirklich Wichtigem – Unwetter, Sperrungen, Großeinsätze.
Dabei speichern wir die Adresse dieses Geräts, damit wir es erreichen können – keinen Namen, keine E-Mail-Adresse. Jederzeit abschaltbar. Datenschutz
Foto: Dr. Bernd Gross, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons (Aufmacher).
Hinweise zu diesem Artikel? Schreiben Sie an
redaktion@oberlausitzaktuell.de