Görlitzer Astrophysiker öffnen Archiv eines Radioteleskops
Das Deutsche Zentrum für Astrophysik in Görlitz stellt die Daten einer großen Himmelsdurchmusterung im Netz bereit – 1,5 Petabyte aus dem südafrikanischen Radioteleskop MeerKAT. Forschende weltweit können darauf zugreifen. Entstanden ist das Portal mit einem Institut im indischen Pune.
Was in Görlitz passiert
Das DZA hat ein Portal für die Daten und Bildarchive des MeerKAT Absorption Line Survey freigeschaltet, kurz MALS. Dahinter steht eine Himmelsdurchmusterung mit dem südafrikanischen Radioteleskop MeerKAT; der Datensatz umfasst 1,5 Petabyte.
Görlitz spiegelt diese Daten und hält sie dauerhaft abrufbar. Für Forschende weltweit heißt das: Sie kommen weiter an die Ergebnisse heran, auch lange nachdem die Durchmusterung selbst abgeschlossen ist.
„MALS tritt jetzt in seine produktivste Phase ein“, sagt Neeraj Gupta vom Inter-University Centre for Astronomy and Astrophysics im indischen Pune, der die Durchmusterung leitet. Die Spiegelung am DZA gewährleiste „einen kontinuierlichen, langfristigen Zugang zu den Ergebnissen“.
Eine Übung für das, was noch kommt
Aufgebaut wurde das Portal gemeinsam mit der IT-Abteilung des Instituts in Pune. Für das DZA ist es zugleich ein Testlauf: „MALS dient dem DZA als Prototyp, um die Grundlagen für die Arbeiten am SKA und am DSRC zu schaffen“, sagt Lars Haupt vom DZA. Der Betrieb solcher Datendienste werde ein zentraler Bestandteil des Portfolios sein.
Das Deutsche Zentrum für Astrophysik entsteht in Görlitz als eines der großen Vorhaben des Strukturwandels in der Lausitz.
Red./Presseinformation
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