Kultusminister wirbt in Breslau für mehr Polnischunterricht
Conrad Clemens ist am Mittwoch nach Wrocław gereist. Das Landesamt für Schule und Bildung unterzeichnet dort eine Absichtserklärung mit der niederschlesischen Schulaufsicht. 28 der 55 sächsisch-polnischen Schulpartnerschaften bestehen mit Niederschlesien.
Eine Absichtserklärung für Schule und Sport
In Wrocław trifft der Kultusminister den Vizemarschall Jarosław Rabczenko und die niederschlesische Bildungskuratorin Ewa Skrzywanek. Begleitet wird er von Patrick Schreiber, dem Präsidenten des Landesamts für Schule und Bildung.
Unterzeichnet wird eine Absichtserklärung zwischen dem Landesamt und dem Kuratorium Oświaty in Wrocław. Sie betrifft die Zusammenarbeit in der Schulbildung und im Sport. Beide Seiten wollen den Austausch zwischen Lehrkräften, Schülern und Schulaufsichtsbehörden stärken und nach eigenen Angaben die Perspektiven der Jugend im Grenzraum verbessern.
1.783 Schüler lernen Polnisch in Sachsen
An 27 sächsischen Schulen wird Polnisch als Fremdsprache unterrichtet. 1.783 Schülerinnen und Schüler lernen die Sprache dort, weitere in Fremdsprachen-Arbeitsgemeinschaften.
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Bei den Schulpartnerschaften steht Polen mit 55 Verbindungen seit Jahren auf Platz zwei hinter Tschechien. 28 davon bestehen mit Niederschlesien, also mit der Region direkt hinter der Neiße.
Der Minister sieht ungenutztes Potenzial
„Wir vertiefen in Breslau die gemeinsame Zusammenarbeit und den Austausch“, sagt Conrad Clemens. Polnisch werde in Sachsen an 27 Schulen unterrichtet: „Hier steckt noch großes Potential drin. Sachsen muss Polen endlich als Chance erkennen.“
Um die Qualität des Unterrichts zu erhöhen, will der Minister vor allem über die Gewinnung von Fremdsprachenassistenten sprechen. Auf dem Programm steht außerdem ein Schulbesuch mit einer Hospitation im Deutschunterricht.
Was die Mitteilung offenlässt
Wie viele der 28 Partnerschaften mit Niederschlesien auf Schulen im Landkreis Görlitz entfallen, nennt das Kultusministerium nicht. Auch welche der 27 Schulen mit Polnischunterricht in unseren beiden Landkreisen liegen, geht aus der Mitteilung nicht hervor.
Red./Presseinformation
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Foto: SchiDD, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons (Aufmacher).
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