Sorbisches Museum: Führung am Sonntag, Denkmaltag im September
Drei Termine bis Mitte September: Am Sonntag geht es um die Sorben zwischen 1945 und 1955, am 13. September kostet der Eintritt nichts, am 16. September steht ein Wandkalender im Mittelpunkt.
- Wann
- Sonntag, 30. August 2026
- Bis
- Mittwoch, 16. September 2026
- Veranstaltungsort
- Sorbisches Museum, Ortenburg 3, Bautzen
Am Sonntag: ein Jahrzehnt, das alles veränderte
Den Anfang macht die Sonntagsführung „Nowa Doba – Neues Zeitalter“ am 30. August. Sie behandelt die Sorben in der Nachkriegszeit und der frühen DDR – die Jahre von 1945 bis 1955.
Bodenreform und Kollektivierung, Separatismus und Sorbengesetz, Volkstreffen und Volksaufstand: Kaum ein anderes Jahrzehnt der sorbischen Geschichte weist eine derart wechselhafte Fülle an Ereignissen auf. Museologe Alexander Polk führt um 16 Uhr auf Deutsch, bereits um 15 Uhr gibt es dieselbe Führung auf Sorbisch.
Am 13. September ist der Eintritt frei
Zum Tag des offenen Denkmals öffnet das Museum von 10 bis 18 Uhr, Eintritt und Führungen kosten nichts. An diesem Tag geht es um das Gebäude selbst.
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Errichtet wurde es 1782 als Salzniederlage, 1869 baute man es zum Schwurgericht um. Seit den 1970er Jahren ist das Sorbische Museum darin untergebracht, in den 1980er Jahren folgte eine umfassende Sanierung. Der ehemalige Verhandlungssaal trägt bis heute klassizistische Wandbemalungen. In verschiedenen Bereichen der Dauerausstellung wird diese Hausgeschichte erzählt – wer genau hinsieht, findet die Spuren selbst.
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Mediadaten anfordernDazu kommen zwei Sonderführungen mit Museologin Andrea Paulik durch die Ausstellung „Sammeln. Bewahren. Begeistern“: um 15 Uhr auf Sorbisch, um 16 Uhr auf Deutsch.
Die Schau blickt auf 170 Jahre Museumsgeschichte zurück. „Erkenne dich selbst“ lautete das Motto der ersten sorbischen volkskundlichen Präsentation, 1896 in Dresden – aus ihr ging 1900 das Wendische Museum in Bautzen hervor. Den Grundstock bilden die Objekte der wissenschaftlichen Gesellschaft Maćica Serbska, gesammelt seit 1856. Sie inspirieren auch das künftige Museum im Sorbischen Wissensforum am Lauengraben.
Am selben Tag öffnen übrigens auch in Görlitz rund 40 Denkmale ihre Türen.
Kaffee um Drei: Was ein Wandkalender über Selbstbilder verrät
Am 16. September um 15 Uhr folgt „Kofej w třoch – Kaffee um Drei“. Thema ist der Hauskalender „Moja Łužica“, der seit 1952 jährlich im sorbischen Domowina-Verlag erscheint und zu dessen langlebigsten Formaten gehört.
Über die gesamte DDR-Zeit und die Jahre seit der Wiedervereinigung hinweg dokumentiert der Kalender offizielle sorbische Bildpolitik und Selbstvermarktung – und zeigt zugleich, welche Selbstbilder gepflegt wurden. Dr. Robert Lorenz vom Sorbischen Institut analysiert dafür Titelbilder und ausgewählte Wochenblätter. Die Veranstaltung gehört zur Reihe „Sorabistik vor Ort“.
Die Termine auf einen Blick
Sonntag, 30. August
15 Uhr sorbisch, 16 Uhr deutsch:
Führung „Nowa Doba – Neues Zeitalter“
Sonntag, 13. September
10 bis 18 Uhr Tag des offenen
Denkmals, Eintritt und Führungen frei; 15 Uhr sorbisch, 16 Uhr deutsch durch
die Sonderausstellung
Mittwoch, 16. September
15 Uhr „Kofej w třoch – Kaffee
um Drei“ zum Hauskalender „Moja Łužica“
Wo
Serbski muzej – Sorbisches Museum, Ortenburg 3,
02625 Bautzen
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