Polizei sucht Frau, die vor flüchtendem Auto wegsprang
Bei einer Verfolgungsfahrt in Großschönau musste eine Frau zur Seite springen, um nicht überfahren zu werden. Die Polizei sucht sie als Zeugin – der Fall liegt bereits drei Wochen zurück.
Was am 6. August geschah
Eine Streife wollte am Donnerstag, dem 6. August, gegen 11.50 Uhr in Großschönau einen 23-Jährigen in einem schwarzen Audi anhalten. Der Fahrer gab nach Angaben der Polizeidirektion Görlitz Gas und fuhr davon. Auf der Flucht soll er versucht haben, eine möglichst hohe Geschwindigkeit zu erreichen, und dabei andere Verkehrsteilnehmer erheblich gefährdet haben.
Ob dabei jemand zu Schaden kam, hing nach Einschätzung der Beamten allein vom Zufall ab. Der 23-Jährige besaß demnach keine Fahrerlaubnis, das Auto war nicht pflichtversichert, und die angebrachten Kennzeichen gehörten zu einem anderen Fahrzeug. Zusätzlich fanden die Polizisten eine kristalline Substanz im Wagen. Für den Beschuldigten gilt die Unschuldsvermutung.
Eine Frau musste zur Seite springen
In der Ausfahrt eines Einkaufsmarktes in Richtung Hauptstraße kam es zu der Szene, wegen der die Polizei jetzt um Mithilfe bittet: Eine blonde Frau in einem roten Kleid musste zur Seite springen, um nicht von dem Audi erfasst zu werden. Sie gilt damit als Geschädigte – und ist bislang nicht bekannt.
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Die Polizei bittet die Frau, sich im Polizeirevier Zittau-Oberland zu melden. Auch andere Zeuginnen und Zeugen, die die Fahrt beobachtet haben, können Hinweise geben. Die Rufnummer lautet 03583 62 0.
Warum der Aufruf erst jetzt kommt
Zwischen der Tat und dem öffentlichen Aufruf liegen fast drei Wochen. Solche Abstände sind bei Ermittlungen üblich: Zunächst wird geprüft, ob sich Beteiligte über andere Wege finden lassen. Erst wenn das nicht gelingt, wendet sich die Polizei an die Öffentlichkeit.
Für die Frau selbst kann die Meldung Bedeutung haben, ohne dass ihr das bewusst ist. Als Geschädigte einer möglichen Straftat hat sie eigene Rechte im Verfahren – und ihre Aussage kann für die rechtliche Bewertung der Fahrweise entscheidend sein.
Weitere Fälle aus dem Landkreis
Die Polizeidirektion Görlitz meldete am selben Tag zwei weitere Vorgänge aus dem Kreisgebiet. In Reichenbach/O.L. wurde am Montagmittag ein 66 Jahre alter Mazda-Fahrer bei einem Überholmanöver auf der Weißenberger Straße schwer verletzt; auch dort werden Zeugen gesucht. In Mühlrose bei Trebendorf entwendeten Unbekannte zwischen dem 21. und dem 24. August 400 bis 500 Meter Kupferkabel von einer Gleisanlage und einem Lagerplatz. Der Gesamtschaden liegt nach Polizeiangaben bei rund 9.600 Euro.
Red./Presseinformation
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