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Hoyerswerda › Wirtschaft auch Niesky, Olbersdorf, Radeberg, Weißwasser/O.L.

47 Millionen Euro für die Wärmewende in der Oberlausitz

Sachsen hat die ersten sechs Großvorhaben aus dem JTF-Förderaufruf bewilligt. Fünf davon liegen in unserer Region – in Hoyerswerda, Weißwasser, Radeberg, Niesky und Olbersdorf.

47 Millionen Euro für die Wärmewende in der Oberlausitz
Weißwasser. Die Stadtwerke bekommen 12,8 Millionen Euro für eine große Wärmepumpe. Foto: Tommes, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Von den ersten sechs Großvorhaben, die der Freistaat aus dem Förderaufruf »JTF – Zukunftsfähige Energieversorgung« bewilligt hat, liegen fünf in der Oberlausitz. Zusammen fließen mehr als 46,9 Millionen Euro an Versorger zwischen Hoyerswerda und Olbersdorf.

Wer wie viel bekommt

Hoyerswerda: Die Versorgungsbetriebe erhalten mehr als 16,4 Millionen Euro für eine Energiezentrale mit Solarthermie und Wärmepumpen – der größte Einzelbetrag der ganzen Runde.
Weißwasser: Die Stadtwerke bekommen mehr als 12,8 Millionen Euro für eine Luft-Wärmepumpe mit zehn Megawatt Leistung und Pufferspeicher. Photovoltaik und Batteriespeicher sollen den Strom dafür zum Teil selbst liefern.
Radeberg: Die Wärmeversorgung Radeberg GmbH erhält mehr als 9,7 Millionen Euro. Sie stellt ihre Wärmeerzeugung schrittweise auf erneuerbare Träger um, in einem System aus Wärmepumpenmodulen, thermischem Wasserspeicher und einer Photovoltaikanlage.
Niesky: Für die Biomasse-Heizzentrale im Stadtzentrum gehen mehr als 6,4 Millionen Euro an die Stadtwerke.
Olbersdorf: Die Wärmeversorgungsgesellschaft bekommt mehr als 1,6 Millionen Euro für eine Kombination aus Wärmepumpenkaskade, Biomasseheizanlage, Photovoltaik und Speichern.

Die Hälfte der sächsischen Kommunen plant bereits

Rund die Hälfte der Kommunen im Freistaat hat mit einem Wärmeplan begonnen oder ihn abgeschlossen. Das Wirtschaftsministerium hebt dabei die Lausitz hervor, die derzeit besonders zügig vorankomme.

»Der Erfolg der Wärmewende entscheidet sich nicht am Schreibtisch in Behörden, sondern vor Ort bei den Menschen«, sagt Wirtschafts- und Energieminister Dirk Panter. Kommunen, Stadtwerke und Energieversorger brauchten nicht nur gute Konzepte, sondern auch verlässliche Unterstützung bei der Umsetzung. Gefördert würden Investitionen, die fossile Energieträger ersetzen und die Wertschöpfung in den Regionen halten.

In der Region sind die Planungen unterschiedlich weit. Radeberg hat seinen Wärmeplan bereits beschlossen, Sohland an der Spree steht am Anfang.

Red./Presseinformation

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Foto: Tommes, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons (Aufmacher).
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