Hoyerswerdaer Klinikum eröffnet neuen OP-Bereich
7,1 Millionen Euro hat das Lausitzer Seenland Klinikum in einen Hybrid-Operationssaal, einen neuen Platz für den OP-Roboter und die Sterilgutversorgung gesteckt. Fast das gesamte Geld kam aus Fördermitteln des Strukturwandels.
Das Lausitzer Seenland Klinikum in Hoyerswerda hat seinen neuen Operationsbereich in Betrieb genommen. Kernstück ist ein Hybrid-Operationssaal mit einer Angiographieanlage, die bildgestützte minimalinvasive Verfahren und klassische Chirurgie in einem Raum zusammenbringt. Vor allem in der Gefäßchirurgie eröffnet das nach Angaben des Hauses neue Möglichkeiten für komplexe Eingriffe, weil die Bildgebung sofort zur Verfügung steht.
Neuer Platz für den OP-Roboter
Der DaVinci-Operationsroboter, den das Klinikum bereits im April 2024 angeschafft hatte, hat in einem der neuen Säle seinen endgültigen Platz bekommen. Fünf zertifizierte Operateure arbeiten damit. Für die Patienten bedeutet das kleinere Schnitte, weniger Blutverlust und eine schnellere Genesung.
Aus den bisherigen drei Operationssälen wurden zwei neue, technisch aufgerüstete Säle. Die Sterilgutversorgung bekam eine eigene Aufbereitungseinheit für das DaVinci-Instrumentarium, dazu kamen zusätzliche Lagerflächen und ein neuer Aufenthaltsbereich für das Personal.
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»Mit diesem Projekt investieren wir gezielt in die Zukunft unseres Krankenhauses«, sagte Geschäftsführerin Juliane Kirfe bei der Eröffnung. Die Kombination aus Medizintechnik, neuen Behandlungsmöglichkeiten und Infrastruktur komme vor allem den Patienten zugute und stärke die Versorgung in der Region.
92,5 Prozent aus Fördermitteln
Die Gesamtinvestition beläuft sich auf rund 7,1 Millionen Euro. Davon kamen 6,56 Millionen Euro aus Fördermitteln – rund 5,91 Millionen Euro vom Bund und 656.000 Euro vom Freistaat Sachsen. Der Eigenanteil des Krankenhauses liegt bei rund 532.000 Euro oder 7,5 Prozent.
Finanziert wurde das Vorhaben über das Strukturwandelprojekt »Innovative Medizintechnik als Antriebsmotor für den Aufbau der Gesundheitsregion Lausitz« aus dem Investitionsgesetz Kohleregionen. Das Lausitzer Seenland Klinikum ist ein Krankenhaus der Schwerpunktversorgung mit 14 Fachabteilungen, zwei Instituten und 410 Planbetten. Es ist Unfallkrankenhaus mit eigenem Hubschrauberlandeplatz und seit 2002 Akademisches Lehrkrankenhaus der TU Dresden. Jährlich kommen mehr als 17.000 Patienten stationär und rund 25.000 ambulant in das Haus, über 800 Menschen arbeiten dort.
Red./Presseinformation
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Foto: Lausitzer Seenland Klinikum (Aufmacher).
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