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GörlitzBlaulicht auch Ebersbach-Neugersdorf, Oybin, Radeberg, Schleife, Zittau

Autodiebe stahlen auch in Görlitz, Zittau und Radeberg

Eine von Polen aus operierende Bande soll acht Jahre lang hochwertige Autos gestohlen und nach Polen gebracht haben – darunter in sechs Orten der Oberlausitz. Neun Beschuldigte sitzen seit Dienstag in Auslieferungshaft.

Autodiebe stahlen auch in Görlitz, Zittau und Radeberg
Symbolbild. Foto: planet_fox/Pixabay

Über 70 Fälle, mehr als drei Millionen Euro Schaden

Die Staatsanwaltschaft Dresden und das Landeskriminalamt Sachsen ermitteln nach eigenen Angaben in einem bundesweit geführten Verfahren gegen zwölf Polen im Alter von 19 bis 54 Jahren. Der Vorwurf lautet unter anderem auf schweren Bandendiebstahl in mehr als 70 Fällen.

Die Beschuldigten sollen zwischen Anfang 2017 und Ende 2025 als Mitglieder und Anführer einer von Polen aus europaweit operierenden Bande hochwertige Autos aus dem gesamten Bundesgebiet gestohlen, nach Polen gebracht und dort verkauft haben. Der Gesamtschaden liegt nach Einschätzung der Ermittler bei über drei Millionen Euro.

Sechs Tatorte in unseren Landkreisen

Die Liste der Tatorte reicht von Saarbrücken bis Wolfsburg. Aus der Oberlausitz tauchen darin sechs Orte auf: Görlitz, Zittau, Radeberg, Oybin, Schleife und Ebersbach-Neugersdorf. Aus dem weiteren Umfeld stehen außerdem Dresden, Radebeul, Klipphausen, Niederau und Schönfeld auf der Liste.

120 polnische und 60 sächsische Beamte im Einsatz

Am Dienstag wurden in Polen auf Grundlage Europäischer Haftbefehle, die die Staatsanwaltschaft Dresden beantragt hatte, neun Beschuldigte festgenommen. Sie befinden sich dort in Auslieferungshaft; die Staatsanwaltschaft hat ihre Überstellung nach Deutschland beantragt.

Am selben Tag durchsuchten die Ermittler mehrere Orte in Polen, unter anderem in Wrocław, Lubin, Zgorzelec, Bogatynia, Porajów, Ogorzelec und Złotoryja. Dabei stellten sie Fahrzeugteile von etwa 30 gestohlenen Autos sicher. Beteiligt waren 120 polnische und 60 sächsische Polizisten.

Für alle Beschuldigten gilt die Unschuldsvermutung. Die Ermittlungen dauern an.

Red./Presseinformation

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