Elbflorenz verliert das erste Sachsenderby mit 35:37
2.700 Zuschauer in der ausverkauften BallsportARENA, ein Rückstand von neun Toren – und am Ende fehlten zwei: Der HC Elbflorenz hat das erste Zweitliga-Duell mit dem SC DHfK Leipzig 35:37 verloren.
Nach zehn Minuten stand es 2:7
Beide Mannschaften waren mit 6:0 Punkten in die Partie gegangen, beide wollen aufsteigen. Den besseren Start erwischte Leipzig: Matěj Klíma sorgte im Angriff für Druck, Torhüter Tomáš Mrkva hatte nach sechs Minuten schon drei Paraden gesammelt. Den ersten Dresdner Treffer erzielte Sebastian Greß erst nach 4:28 Minuten, nach zehn Minuten stand es 2:7.
Gästetrainer Frank Carstens war mit dieser Phase zufrieden: „Wir haben in den ersten 15 Minuten herausragend gespielt. Das war unsere beste Leistung bisher in dieser Saison.“ Leipzig unterband dabei vor allem das Tempospiel der Dresdner.
Danach stabilisierte sich der HC Elbflorenz, ließ aber ausgerechnet in Überzahl liegen: Beim 9:13 spielte Dresden 6 gegen 4 und blieb ohne Treffer, leistete sich zwei Fehler und kassierte anschließend selbst eine Zeitstrafe. Beim 11:14 dasselbe Bild – Ballverlust in Überzahl, Gegenstoß zum 11:15. Zur Pause führte Leipzig 18:14.
Das 7 gegen 6 brachte Dresden zurück
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Auch die zweite Halbzeit begann schlecht: ein Fehlpass, Gegenstoß, 14:19. Beim 15:22 nahm André Haber eine frühe Auszeit und stellte konsequent auf das 7 gegen 6 um. Das wirkte, Dresden verkürzte auf 21:24 – bis Carstens seinerseits eine Auszeit nahm und Leipzig sich wieder absetzte. Beide Teams wechselten danach die Torhüter.
Beim 23:32 in der 47. Minute schien die Partie entschieden. Dann startete der HC Elbflorenz einen 6:0-Lauf, kam über 29:33 und 30:34 heran, und nach dem 31:34 stellte Haber auf Manndeckung um. Zweieinhalb Minuten vor Schluss war das Spiel wieder offen, eine Minute vor dem Ende vergab Dresden eine große Möglichkeit ins leere Leipziger Tor.
„Die Moral ist intakt“
Für die Wende reichte es nicht. Haber ordnete die Schlussphase so ein: „Dann steht es irgendwann 32:23 und dann gibt es zwei Wege, wie das Spiel ausgeht. Das eine wäre eine Blamage und das andere ist so, wie es gekommen ist: Die Mannschaft beweist noch einmal Moral.“ Den Leipziger Sieg nannte er verdient – gewonnen habe die Mannschaft, „die über 45 Minuten mehr Ruhe ausgestrahlt hat“.
Bester Werfer der Dresdner war Dierberg mit acht Toren, davon sechs per Siebenmeter, dahinter Löser und Seidler mit je fünf. In 48 Stunden steht für den HC Elbflorenz das Pokalspiel gegen den Erstligisten aus Hamburg an.
Red./Presseinformation
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