Messtafel in Pließkowitz soll Tempo 30 durchsetzen helfen
An der S109 in Pließkowitz steht seit Kurzem eine Geschwindigkeitsmesstafel. Bezahlt hat sie der Betreiber des örtlichen Steinbruchs. Tempo 30 gilt dort bereits seit September 2025 – es fehlt ein Fußweg.
Tempo 30 gilt seit knapp einem Jahr
Auf der Staatsstraße 109 gilt aus Richtung Bautzen kommend im Bereich der Ortslage Pließkowitz seit September 2025 eine Beschränkung auf 30 Kilometer je Stunde. Der Grund liegt nach Angaben der Gemeinde Malschwitz in der fehlenden Fußwegeverbindung entlang dieses Abschnitts: Wer zu Fuß unterwegs ist, bewegt sich unmittelbar neben dem fließenden Verkehr.
Die Ortslage ist zudem stärker belastet als andere Dörfer vergleichbarer Größe. Neben dem gewöhnlichen Straßenverkehr rollt hier der Liefer- und Schwerlastverkehr des nahe gelegenen Steinbruchs durch den Ort.
Der Steinbruchbetreiber hat bezahlt
Finanziert wurde die Anlage von der ProStein GmbH & Co. KG, die den Steinbruch in Pließkowitz betreibt. Die Gemeinde bedankt sich in ihrer Mitteilung ausdrücklich für die Übernahme der Kosten.
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Eine Kontrolleinrichtung im engeren Sinn ist die Tafel nicht. Sie registriert kein Kennzeichen und löst kein Bußgeldverfahren aus, sondern zeigt Fahrerinnen und Fahrern unmittelbar an, wie schnell sie gerade unterwegs sind. Solche Anlagen setzen darauf, dass die Rückmeldung im selben Moment wirkt, in dem sie erfolgt.
Was sich die Gemeinde davon verspricht
„Gerade dort, wo Fußgänger und Kraftfahrzeuge auf engem Raum zusammentreffen, ist es wichtig, dass die vorgeschriebene Geschwindigkeit eingehalten wird“, heißt es dazu aus der Gemeinde. Bürgermeister Matthias Seidel bezeichnet die Anlage als weiteren Baustein für mehr Verkehrssicherheit in Pließkowitz.
Ob die Tafel wirkt, wird sich erst im Alltag zeigen. Die Gemeinde formuliert ihr Ziel so: Die sicherste Geschwindigkeitsmesstafel sei die, bei der am Ende möglichst oft „30“ angezeigt werde.
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