Dresden und Umland › Wirtschaft
Rohde & Schwarz übernimmt zwei Dresdner Raumfahrtfirmen
Der Münchner Technologiekonzern kauft die Deep-Tech-Unternehmen NEOSAT und PHYTRONIC. Beide arbeiten in Dresden an Satellitenkommunikation – an Mehrantennensystemen, an Funkverbindungen für Maschinen und Sensoren und an Übertragungsverfahren im All.
Rohde & Schwarz hat am Dienstag angekündigt, die beiden Dresdner Unternehmen NEOSAT und PHYTRONIC zu übernehmen. Der Münchner Konzern baut damit seine Sparte für Satellitenkommunikation aus. Angaben zum Kaufpreis oder zur Zahl der Beschäftigten macht das Unternehmen nicht.
Die NEOSAT GmbH entstand 2018 an der Universität der Bundeswehr München und entwickelt Mehrantennen-Satellitensysteme, satellitengestützte Verbindungen für Maschinen und Sensoren sowie Kommunikationsnutzlasten für Satelliten. Geschäftsführer ist Kai-Uwe Storek. Die PHYTRONIC GmbH wurde 2023 gegründet und arbeitet am Entwurf von Wellenformen für Kommunikationssysteme in Raumfahrt und Luftfahrt, also an den Verfahren, mit denen Signale übertragen und gegen Störungen abgesichert werden. Sie wird von Robert Wünsche geführt. Beide Unternehmen sitzen in Dresden.
Sichere Verbindungen als Geschäftsfeld
»Sichere Satellitenkommunikation ist eine kritische Fähigkeit für die Bundeswehr«, sagt Thomas Bohne, der bei Rohde & Schwarz den Bereich Space verantwortet. Storek verweist auf den größeren Partner im Rücken, Wünsche auf dessen »langjährige Systemkompetenz und Marktwissen«.
Sachsens Wirtschaftsminister Dirk Panter wertet den Zukauf als Beleg dafür, dass sich die Raumfahrtaktivitäten des Freistaats auszahlen. »Die Strahlkraft von Space Saxony wächst weiter und reicht weit über die sächsischen Landesgrenzen hinaus«, sagt er. Die Übernahme spreche für die Wettbewerbsfähigkeit der sächsischen Raumfahrtszene. Panter hatte den Dresdner Standort von Rohde & Schwarz im vergangenen Herbst besucht.
Red./Presseinformation
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Foto: SimonWaldherr, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons (Aufmacher).
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