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Bautzen › Panorama

Neue Küche der JVA Bautzen kostet 23 Millionen Euro

Der dreistöckige Neubau ist übergeben. Seit 2022 ist gebaut worden, 18 Gefangene können darin eine Ausbildung machen.

Neue Küche der JVA Bautzen kostet 23 Millionen Euro
In der neuen Großküche entstehen künftig rund 760 Essen am Tag. Foto: SIB / Freund

Die neue Anstaltsküche der Justizvollzugsanstalt Bautzen ist übergeben. Die Niederlassung Bautzen des Staatsbetriebes Sächsisches Immobilien- und Baumanagement hat den Neubau am Mittwoch an die Anstalt übergeben. Die bisherige Küche war technisch veraltet.

Gebaut wurde seit 2022. Entstanden ist ein dreistöckiges Gebäude mit rund 1.400 Quadratmetern Nutzfläche. Die genehmigten Gesamtbaukosten liegen bei rund 23 Millionen Euro, finanziert aus dem Haushalt des Freistaates.

Heller Saal mit Fliesenboden, oranger Wandfläche, Holzlamellen und einer Ausgabetheke
Der Speisesaal bietet 50 Sitzplätze. Foto: SIB / Freund

760 Essen und ein Wagenbahnhof

Künftig werden dort rund 760 Essen für Gefangene, Bedienstete und Gäste zubereitet. Verteilt wird über einen sogenannten Wagenbahnhof: Die Essen gehen auf Wagen in die verschiedenen Häuser. Der Speisesaal bietet 50 Sitzplätze und wirkt durch viel Holz und Farbe freundlicher als der bisherige.

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Das Besondere ist die integrierte Lehrküche. Dort können 18 Gefangene eine Ausbildung in den Bereichen „Koch“ und „Service am Gast“ machen, dazu kommen bis zu 20 Plätze zur Mitarbeit in der Hauptküche. Den Neubau hatten wir vor der Übergabe angekündigt.

Langgestreckter Neubau mit beigefarbener Klinkerfassade und schmalen Fensterbändern
Die beigefarbene Klinkerfassade orientiert sich an den denkmalgeschützten Häusern auf dem Gelände. Foto: SIB / Freund

342 Haftplätze

Die JVA Bautzen hat 342 Haftplätze und 52 Plätze für Sicherungsverwahrte. Sie ist für den Vollzug von Freiheitsstrafen für männliche Erwachsene aus den Bezirken Bautzen, Görlitz, Dresden, Pirna, Dippoldiswalde und Meißen zuständig – von wenigen Tagen bis zu lebenslangen Strafen.

Gebaut wurde die Landesstrafanstalt von 1900 bis 1904. Wegen ihrer gelben Klinkerfassade bekam sie bald den Beinamen „Gelbes Elend“. Nach dem Zweiten Weltkrieg nutzten sowjetische Streitkräfte das Haus bis 1950 als Speziallager; danach führte die DDR es als Strafvollzugsanstalt weiter.

Red./Presseinformation

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Foto: SIB / Freund (Aufmacher).
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