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Landkreis Bautzen › Wirtschaft auch Landkreis Görlitz

264 Jugendliche in der Oberlausitz ohne Ausbildungsplatz

Das sind 83 mehr als im Vorjahr. Gleichzeitig blieben 197 gemeldete Lehrstellen unbesetzt – die Arbeitsagentur nennt als Grund vor allem Passungsprobleme.

264 Jugendliche in der Oberlausitz ohne Ausbildungsplatz
668 Ausbildungsstellen im Bezirk sind noch unbesetzt. Symbolbild. Foto: Vitaly Gariev/Pexels

Am Ende des Berufsberatungsjahres 2025/2026 waren in den Landkreisen Bautzen und Görlitz 264 Jugendliche unversorgt – also ohne Ausbildungsplatz und ohne Alternative. Das sind 83 mehr als im Vorjahr und 9,7 Prozent aller gemeldeten Bewerberinnen und Bewerber. Das teilt die Agentur für Arbeit Bautzen mit.

Insgesamt nahmen 2.725 junge Leute die Berufsberatung von Agentur und Jobcentern in Anspruch, 26 weniger als im Jahr davor. 254 entschieden sich für eine Alternative wie einen weiteren Schulbesuch oder ein Berufsvorbereitungsjahr und hielten den Wunsch nach einer betrieblichen Ausbildung gleichzeitig aufrecht.

Weniger gemeldete Lehrstellen

Die Unternehmen meldeten 2.467 Ausbildungsstellen, 20 weniger als im Vorjahreszeitraum. Davon waren im September noch 197 unbesetzt, acht Prozent aller gemeldeten Stellen. Wegen der wirtschaftlichen Schwäche seien viele Betriebe bei Einstellungen vorsichtiger geworden, heißt es in der Mitteilung. Hinzu kommt, dass Arbeitgeber freie Lehrstellen nicht melden müssen.

„Topf und Deckel“ passen nicht immer

Wie in den Vorjahren bremsen Passungsprobleme den Ausgleich: Wünsche nach Beruf oder Ausbildungsort treffen nicht auf das vorhandene Angebot, schulische Qualifikationen passen nicht zu den Anforderungen, oder es fehlt an persönlichen und sozialen Voraussetzungen.

Die Agentur wirbt dafür, dranzubleiben: Die demografische Entwicklung werde Lücken in die Personaldecken reißen, deshalb dürften keine Potenziale ungenutzt bleiben. Betriebe sollten auch jungen Menschen eine Chance geben, die nicht die perfekten Voraussetzungen mitbringen. Im Einzelfall ist in Abstimmung mit der zuständigen Kammer auch jetzt noch ein Einstieg ins laufende Ausbildungsjahr möglich.

Red./Presseinformation

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Foto: Vitaly Gariev/Pexels (Aufmacher).
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