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Görlitz › Kultur

Schlesisches Museum zeigt ab 27. November Iwans Schneezauber

Über 100 Gemälde und Grafiken führen durch das verschneite Riesengebirge. Die Ausstellung läuft bis zum 4. April und entstand mit dem Riesengebirgsmuseum Hirschberg.

Schlesisches Museum zeigt ab 27. November Iwans Schneezauber
Friedrich Iwan, Riesengrund mit Blick auf die Schneekoppe von der tschechischen Seite, 1920er Jahre, Öl auf Hartfaser. Foto: Łukasz Kwietnicki, Muzeum Karkonoskie Jelenia Góra

Das Schlesische Museum zu Görlitz zeigt vom 27. November bis zum 4. April die Sonderausstellung „Schneezauber. Friedrich Iwan (1889–1967) und das Riesengebirge“. Eröffnet wird sie am Donnerstag, 26. November, um 18 Uhr.

Zu sehen sind über 100 Gemälde und Grafiken, dazu originale Druckplatten, Postkarten und publizierte Illustrationen. Iwan war ein passionierter Wanderer und erkundete die abgelegensten Winkel der Berge. Während der aufkommende Tourismus das Riesengebirge prägte, zeigte er vor allem eine stille, nahezu menschenleere Natur.

Farbradierung eines verschneiten Marktplatzes mit Bürgerhäusern, Menschen und einer Straßenbahn
Friedrich Iwan, Hirschberg-Markt, undatiert, Farbradierung, SMG 2015/0286. Foto: Agata Woźniak, Schlesisches Museum zu Görlitz

Eine eigene Technik

Iwan erhielt seine Ausbildung in Breslau und Berlin, zum prägenden Thema wurde aber seine Wahlheimat. Seine Radierungen werden bis heute wegen ihrer handwerklichen Qualität geschätzt. Sie entstanden nach einer Methode, die er selbst entwickelte und als Einziger im Riesengebirge anwandte: Die Blätter mussten nicht nachträglich koloriert werden und ließen sich mit nur einer Platte mehrfach drucken.

Historische Aufnahme eines Mannes, der an einem Tisch über eine Druckplatte gebeugt arbeitet
Friedrich Iwan in seinem Hirschberger Atelier, 1920er Jahre, Nachdruck aus den 1990er Jahren. Foto: unbekannter Fotograf, Sammlung Markus Kawaletz

Bilder der Erinnerung

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Nach dem Zweiten Weltkrieg musste Iwan Schlesien verlassen und ließ sich in Wangen im Allgäu nieder, wo er weiterarbeitete. Teile seiner Druckplatten überstanden den Krieg und kamen zurück in seinen Besitz, sodass Neuauflagen entstehen konnten; später führte sein Sohn Klaus diese Arbeit fort. Für Flüchtlinge und Vertriebene wurden die Darstellungen des Riesengebirges zu Bildern der Erinnerung.

Begleitprogramm

Die Ausstellung steht unter der Schirmherrschaft des Deutschen Generalkonsuls in Breslau und entstand mit dem Muzeum Karkonoskie Jelenia Góra. Ein bebilderter Katalog erscheint dazu.

Geplant sind unter anderem ein Vortrag über Iwans Drucktechniken (28. Januar), die Filmvorführung „Das letzte Rennen“ mit Regisseur Tomáš Hodan (11. Februar), ein Kunstworkshop für Kinder (16. und 17. Februar), eine Gesprächsrunde zum Naturschutz im Riesengebirge (11. März) und die Finissage am 4. April. Führungen gibt es am 11. Dezember, 17. Januar, 21. Februar und 10. März.

Red./Presseinformation

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Foto: Łukasz Kwietnicki, Muzeum Karkonoskie Jelenia Góra (Aufmacher).
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