Weißwasser hat keine ausgewiesenen öffentlichen Schutzräume
Die Stadtverwaltung hat eine Anfrage zur Krisenvorsorge beantwortet. Für zehn Gebäude sind 1.139 Unterbringungsplätze dokumentiert. Einen öffentlich zugänglichen Krisenplan gibt es bisher nicht.
Was passiert in Weißwasser bei einem länger andauernden Stromausfall? Diese Frage hatte die Fraktion der Wählervereinigung Für Unser Weißwasser in der Stadtratssitzung am 23. September gestellt. Die Stadtverwaltung hat die Antwort jetzt vorgelegt, vorgetragen wurde sie am Mittwoch im Stadtrat.
1.139 Plätze in zehn Gebäuden
Als mögliche Unterbringungsobjekte für außergewöhnliche Schadensereignisse sind nach den Bestands- und Planungsunterlagen verschiedene öffentliche Einrichtungen erfasst, vor allem Turnhallen, Schulen und Kindertageseinrichtungen. Für zehn dieser Objekte sind Kapazitäten von insgesamt 1.139 Personen dokumentiert, dazu kommen Gästewohnungen.
Ob diese Gebäude im Ernstfall nutzbar sind, hängt laut Verwaltung von der Schadenslage ab – und davon, ob sie bei einem langen Stromausfall geheizt und betrieben werden können. Geprüft wird das im Zuge der laufenden Neuaufarbeitung des Stabes Außergewöhnliche Ereignisse. Zusätzlich sollen die beiden Wohnungsunternehmen WGW und WBG, das KiEZ „Am Braunsteich“ und das Hotel Kristall einbezogen werden.
Schutzräume und Krisenplan fehlen
Wählen Sie Ihre Orte – dann stehen deren Meldungen oben auf Ihrer Startseite. Ohne Anmeldung, alles bleibt in Ihrem Browser.
Ort auswählenAnzeige
Ausdrücklich als öffentliche Schutzräume ausgewiesene und betriebsbereite Einrichtungen kann die Stadt für das Stadtgebiet nicht benennen. Zuständig dafür seien der Bund, namentlich die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben, und der Landkreis Görlitz als untere Katastrophenschutzbehörde.
Sie wollen Menschen in Bautzen und Görlitz erreichen? Wir sagen Ihnen, was das kostet – ohne Umweg über eine Agentur.
Mediadaten anfordernAuch einen öffentlich zugänglichen, abschließend abgestimmten Krisenplan mit festen Anlaufstellen gibt es nach den vorliegenden Unterlagen nicht. Mögliche Notfall-Informationspunkte werden derzeit geprüft; dauerhaft eingerichtete und betriebsbereite Punkte lassen sich noch nicht benennen.
Fünf Sirenen, aber keine zentrale Durchsage
Für die Warnung stehen fünf elektronische Sirenenanlagen zur Verfügung, die auch Sprachdurchsagen ermöglichen. Diese lassen sich derzeit allerdings nur unmittelbar vor Ort an der jeweiligen Anlage machen – eine zentrale Übertragung ist nicht möglich. Die Sirenen haben eine batteriegestützte Stromversorgung.
Die Anschaffung einer Sirenensteuerung, mit der zentrale Durchsagen möglich wären, wird geprüft. Fallen Mobilfunk und Internet aus, kämen ergänzend Lautsprecherdurchsagen durch Einsatzfahrzeuge in Betracht.
Verwaltung verweist auf Eigenvorsorge
Eine flächendeckende Verteilung von Informationsmaterial an alle Haushalte, wie sie die Fraktion angeregt hatte, ist derzeit nicht vorgesehen. Angestoßen werden könnte sie durch einen Auftrag des Stadtrates an die Verwaltung.
Die Stadt empfiehlt allen Einwohnern, sich mit den Hinweisen des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe vertraut zu machen. Der kostenlose Ratgeber „Vorsorgen für Krisen und Katastrophen“ lässt sich auf bbk.bund.de herunterladen oder unter 0800 664 71 15 als gedruckte Broschüre bestellen.
Red./Presseinformation
Uns bei Google bevorzugen
Ein Klick, und Google zeigt Ihnen Meldungen aus der Oberlausitz häufiger von uns statt von überregionalen Portalen. Jederzeit widerrufbar.
Als bevorzugte Quelle hinzufügenÖffnet eine Seite bei Google. Funktioniert nur, wenn Sie dort angemeldet sind.
Anzeige
Die Oberlausitz am Abend
Jeden Abend das Wichtigste aus der Region – in zwei Minuten gelesen. Kostenlos, jederzeit abbestellbar.
Wir schicken Ihnen zuerst eine Bestätigungsmail. Erst mit dem Klick darin ist die Anmeldung gültig. Abmeldung jederzeit über den Link am Ende jeder Ausgabe.
Mehr aus Weißwasser/O.L.
Sport
Füchse-Torhüter Morrone spendet im November für jeden Save
Verkehr
Militärübung bremst bis Freitag den Verkehr bei Weißwasser
Panorama
Weißwasser verkauft Adventskalender als Klappkarte
Sie wollen Menschen in Bautzen und Görlitz erreichen? Wir sagen Ihnen, was das kostet – ohne Umweg über eine Agentur.
Mediadaten anfordernAnzeige
Auf den Startbildschirm
Eigenes Symbol, Start ohne Browserleiste, gelesene Artikel auch ohne Netz. Ohne Store, ohne Konto.
Benachrichtigungen gibt es auf dem iPhone nur so – erst ablegen, dann in der App einschalten.
So geht’sEilmeldungen aufs Handy
Nur bei wirklich Wichtigem – Unwetter, Sperrungen, Großeinsätze.
Dabei speichern wir die Adresse dieses Geräts, damit wir es erreichen können – keinen Namen, keine E-Mail-Adresse. Jederzeit abschaltbar. Datenschutz
Foto: Hans/Pixabay (Aufmacher).
Hinweise zu diesem Artikel? Schreiben Sie an
redaktion@oberlausitzaktuell.de