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Weißwasser/O.L. › Rathaus

Weißwasser hat keine ausgewiesenen öffentlichen Schutzräume

Die Stadtverwaltung hat eine Anfrage zur Krisenvorsorge beantwortet. Für zehn Gebäude sind 1.139 Unterbringungsplätze dokumentiert. Einen öffentlich zugänglichen Krisenplan gibt es bisher nicht.

Weißwasser hat keine ausgewiesenen öffentlichen Schutzräume
Am 10. September wird die Warninfrastruktur getestet. Symbolbild. Foto: Hans/Pixabay

Was passiert in Weißwasser bei einem länger andauernden Stromausfall? Diese Frage hatte die Fraktion der Wählervereinigung Für Unser Weißwasser in der Stadtratssitzung am 23. September gestellt. Die Stadtverwaltung hat die Antwort jetzt vorgelegt, vorgetragen wurde sie am Mittwoch im Stadtrat.

1.139 Plätze in zehn Gebäuden

Als mögliche Unterbringungsobjekte für außergewöhnliche Schadensereignisse sind nach den Bestands- und Planungsunterlagen verschiedene öffentliche Einrichtungen erfasst, vor allem Turnhallen, Schulen und Kindertageseinrichtungen. Für zehn dieser Objekte sind Kapazitäten von insgesamt 1.139 Personen dokumentiert, dazu kommen Gästewohnungen.

Ob diese Gebäude im Ernstfall nutzbar sind, hängt laut Verwaltung von der Schadenslage ab – und davon, ob sie bei einem langen Stromausfall geheizt und betrieben werden können. Geprüft wird das im Zuge der laufenden Neuaufarbeitung des Stabes Außergewöhnliche Ereignisse. Zusätzlich sollen die beiden Wohnungsunternehmen WGW und WBG, das KiEZ „Am Braunsteich“ und das Hotel Kristall einbezogen werden.

Schutzräume und Krisenplan fehlen

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Ausdrücklich als öffentliche Schutzräume ausgewiesene und betriebsbereite Einrichtungen kann die Stadt für das Stadtgebiet nicht benennen. Zuständig dafür seien der Bund, namentlich die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben, und der Landkreis Görlitz als untere Katastrophenschutzbehörde.

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Auch einen öffentlich zugänglichen, abschließend abgestimmten Krisenplan mit festen Anlaufstellen gibt es nach den vorliegenden Unterlagen nicht. Mögliche Notfall-Informationspunkte werden derzeit geprüft; dauerhaft eingerichtete und betriebsbereite Punkte lassen sich noch nicht benennen.

Fünf Sirenen, aber keine zentrale Durchsage

Für die Warnung stehen fünf elektronische Sirenenanlagen zur Verfügung, die auch Sprachdurchsagen ermöglichen. Diese lassen sich derzeit allerdings nur unmittelbar vor Ort an der jeweiligen Anlage machen – eine zentrale Übertragung ist nicht möglich. Die Sirenen haben eine batteriegestützte Stromversorgung.

Die Anschaffung einer Sirenensteuerung, mit der zentrale Durchsagen möglich wären, wird geprüft. Fallen Mobilfunk und Internet aus, kämen ergänzend Lautsprecherdurchsagen durch Einsatzfahrzeuge in Betracht.

Verwaltung verweist auf Eigenvorsorge

Eine flächendeckende Verteilung von Informationsmaterial an alle Haushalte, wie sie die Fraktion angeregt hatte, ist derzeit nicht vorgesehen. Angestoßen werden könnte sie durch einen Auftrag des Stadtrates an die Verwaltung.

Die Stadt empfiehlt allen Einwohnern, sich mit den Hinweisen des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe vertraut zu machen. Der kostenlose Ratgeber „Vorsorgen für Krisen und Katastrophen“ lässt sich auf bbk.bund.de herunterladen oder unter 0800 664 71 15 als gedruckte Broschüre bestellen.

Red./Presseinformation

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Foto: Hans/Pixabay (Aufmacher).
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