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Landkreis Bautzen › Wirtschaft auch Landkreis Görlitz

Handwerkstag will E-Rechnungspflicht auf 2028 verschieben

Zwei Drittel der Betriebe haben Probleme beim Empfang. Ab Januar 2027 müssen Unternehmen mit mehr als 800.000 Euro Umsatz elektronisch abrechnen.

Handwerkstag will E-Rechnungspflicht auf 2028 verschieben
Handwerk zum Zuschauen: Dachdecker beim Tag des Handwerks in Leipzig. Symbolbild. Foto: Roy Zuo, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Ab dem 1. Januar 2027 müssen alle Unternehmen mit einem Vorjahresumsatz von mehr als 800.000 Euro ihren Geschäftskunden elektronische Rechnungen ausstellen. Der Sächsische Handwerkstag fordert, diese Pflicht um ein Jahr auf 2028 zu verschieben. Grund seien technische und rechtliche Probleme, die bis heute nicht gelöst sind.

„Wir unterstützen das Ziel, Rechnungsprozesse effizienter, verlässlicher und digitaler zu gestalten“, sagt Handwerkstags-Präsident Uwe Nostitz. Damit die Umstellung gelinge, brauchten Betriebe und Softwarehersteller aber Vorgaben, die rechtzeitig feststehen und in der Praxis zuverlässig funktionieren. Genau das sei derzeit nicht der Fall.

Was in den Betrieben schiefgeht

Nach einer Umfrage des Zentralverbands des Deutschen Handwerks haben rund zwei Drittel der befragten Handwerksbetriebe Probleme beim Empfang von E-Rechnungen. Genannt werden Rechnungen, die sich nicht prüfen lassen, weil sie nicht der Norm entsprechen, unterschiedliche Prüfergebnisse auf Sender- und Empfängerseite, Schwierigkeiten beim Auslesen und Zuordnen der Angaben sowie Abweichungen zwischen Datensatz und PDF bei hybriden Rechnungen.

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„Betriebe müssen fehlerhafte Rechnungen zurückweisen beziehungsweise abgewiesene Rechnungen erneut prüfen und sich mit ihrem Geschäftspartner langwierig abstimmen“, so Nostitz. Das koste Zeit, verzögere Zahlungen und könne zu Problemen beim Vorsteuerabzug führen. Aus einem technischen Umsetzungsproblem werde so ein steuerliches Risiko.

Besonders das Bauhandwerk

Für Baurechnungen gibt es bislang keinen Korrekturprozess, der mit der E-Rechnung funktioniert. Betriebe des Bauhandwerks befürchten deshalb aufwendige Korrekturen, verzögerte Zahlungen und Liquiditätslücken. Weil im Bauhandwerk viel Material durchläuft, überschreiten auch kleine Betriebe die Umsatzgrenze und sind ab Januar 2027 betroffen.

Der Sächsische Handwerkstag vertritt mehr als 54.000 Betriebe mit rund 280.000 Beschäftigten. Für die Betriebe in den Landkreisen Bautzen und Görlitz ist die Handwerkskammer Dresden zuständig.

Red./Presseinformation

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Foto: Roy Zuo, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons (Aufmacher).
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