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Bautzen › Kultur

Spatenstich für das Sorbische Wissensforum in Bautzen

Archiv, Zentralbibliothek und Museum ziehen an einen Ort. Der erste Bauabschnitt kostet 14,6 Millionen Euro – vorher graben noch die Archäologen.

Spatenstich für das Sorbische Wissensforum in Bautzen
Bautzen. Das Hillersche Ensemble an der Äußeren Lauenstraße ist der erste Bauabschnitt. Foto: Fiver, der Hellseher, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Am Lauenareal in Bautzen hat das bisher größte Bauprojekt der Stiftung für das sorbische Volk begonnen. Ministerpräsident Michael Kretschmer, Kulturministerin Barbara Klepsch, Stiftungsdirektor Jan Budar, Landrat Udo Witschas und Oberbürgermeister Karsten Vogt setzten am Mittwoch den Spatenstich für das Sorbische Wissensforum.

Im Zentrum der Stadt werden damit das Kulturarchiv, die Zentralbibliothek und das Sorbische Museum an einem Standort zusammengeführt. Forschung, Bewahrung und Vermittlung sorbischer Kultur sollen erstmals unter einem Dach stattfinden, in barrierefreien und fachgerechten Räumen.

14,6 Millionen Euro für den ersten Bauabschnitt

Der erste Bauabschnitt wird mit rund 14,6 Millionen Euro aus Mitteln des Investitionsgesetzes Kohleregionen unterstützt. Die Baugenehmigung dafür – das Hillersche Ensemble an der Ecke Äußere Lauenstraße und Goschwitzstraße – liegt seit Anfang September vor. Derzeit werden die Ausschreibungen vorbereitet, die Bauarbeiten sollen im Frühjahr 2027 starten.

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Grundlage ist ein Letter of Intent, in dem Stiftung, Freistaat und Landkreis Bautzen 2020 die gemeinsame Umsetzung beschlossen hatten. Der Ort hat für das sorbische Volk eine besondere Bedeutung: Er liegt nahe dem 1945 zerstörten Wendischen Haus.

Erst müssen die Archäologen ran

Zwischen Lauengraben und Alter Posthalterei, wo später ein Keller für die Magazine entsteht, haben die Archäologen vor kurzem grünes Licht zum Graben bekommen. Probebohrungen deuten in rund 1,5 Metern Tiefe auf Reste einer Siedlung aus dem frühen Mittelalter hin. Die Ausgrabungen sollen bis Weihnachten abgeschlossen sein.

„Die Bewahrung und Entwicklung der sorbischen Identität ist nicht nur eine Frage unserer Geschichte, sondern ein verfassungsmäßiger Auftrag“, sagte Kretschmer. Gerade im Strukturwandel zeige sich, wie wichtig kulturelle Identität für den Zusammenhalt einer Region sei.

Red./Presseinformation

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Foto: Fiver, der Hellseher, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons (Aufmacher).
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