Schmölln-Putzkau rechnet mit 33.000 Euro aus dem Solarpark
Die Gemeinde ist die einzige in beiden Landkreisen, die der Energieagentur für 2026 einen Beteiligungsvertrag zu einer Photovoltaik-Freifläche gemeldet hat. Geflossen ist noch nichts – der Park muss erst ans Netz.
Die Gemeinde Schmölln-Putzkau hat im Januar einen Vertrag nach Paragraf 6 des Erneuerbare-Energien-Gesetzes geschlossen. Vertragspartner ist die Wattner SunAsset Solarkraftwerk 092 GmbH & Co. KG, es geht um die Freiflächenanlage »FFA Solarpark Schmölln«. Das teilte Bürgermeister Achim Wünsche auf Anfrage dieser Redaktion mit.
Zwei Zehntel Cent je Kilowattstunde für die Gemeinde
Paragraf 6 EEG erlaubt Betreibern, Standortkommunen freiwillig bis zu 0,2 Cent je eingespeister Kilowattstunde zu zahlen. Für den Solarpark erwartet die Gemeinde einen Jahresertrag von rund 16.500 Megawattstunden. Bei vollem Satz wären das bis zu etwa 33.000 Euro im Jahr. Wünsche bestätigte diese Rechnung, wies aber darauf hin, dass sich die tatsächliche Summe erst zeigen wird, wenn Geld fließt.
Geflossen ist bisher nichts: Der Park muss erst in Betrieb gehen. Für dieses Jahr rechnet die Gemeinde deshalb mit einer kleinen oder gar keiner Zahlung, je nach Termin der Inbetriebnahme. Wofür das Geld später verwendet wird, ist offen – darüber entscheidet der Gemeinderat, bislang gab es nur Vorberatungen.
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Die Sächsische Energieagentur SAENA fragt die Kommunen jährlich nach solchen Verträgen. In der Umfrage 2026 war Schmölln-Putzkau die einzige Gemeinde aus den Landkreisen Bautzen und Görlitz, die einen Vertrag zu einer PV-Freiflächenanlage angab. Bei Windenergie meldete für 2026 keine Kommune beider Kreise eine Beteiligung.
In Putzkau liegt der nächste Antrag aus
Das Thema bleibt in der Gemeinde auf der Tagesordnung. Im Beteiligungsportal des Freistaats laufen derzeit drei Verfahren: ein vorhabenbezogener Bebauungsplan »Batteriespeicher Putzkau«, die zweite Änderung des Flächennutzungsplans und ein Bebauungsplan »Alte Gärtnerei«. Beim Solarpark hatte die Gemeinde während des Verfahrens betont, dass es dort ausschließlich um Photovoltaik gehe und ausdrücklich nicht um einen Batteriespeicher.
Dabei wäre das Potenzial größer: Nach Angaben der SAENA könnten in beiden Landkreisen 22 Kommunen an Windenergieanlagen und 21 an PV-Freiflächenanlagen beteiligt werden. In der Umfrage des Vorjahres hatten Ostritz, Görlitz und Mittelherwigsdorf Verträge zur Windenergie gemeldet, Hoyerswerda und Mittelherwigsdorf solche zu Photovoltaik. Es gibt auch Gegenbeispiele: In Burkau lehnte der Betreiber eine Zahlung bei Windenergie ab, in Kodersdorf bei einer Photovoltaikanlage.
Red./Presseinformation
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