Zum Inhalt springen
Ihre Stadt zuerst

Wählen Sie Ihre Orte – dann stehen deren Meldungen oben auf Ihrer Startseite. Ohne Anmeldung, alles bleibt in Ihrem Browser.

Ort auswählen

Anzeige

Görlitz › Panorama

Görlitzer Gefäßchirurgen setzen erstmals eine biologische Prothese ein

Das Implantat wird aus einer aufbereiteten Rinderhalsschlagader hergestellt und kommt dann infrage, wenn körpereigene Venen fehlen und Kunststoff nicht ausreicht. Der erste Patient konnte Ende August nach Hause.

Görlitzer Gefäßchirurgen setzen erstmals eine biologische Prothese ein
Oberärztin Dr. Daniela Zeller von der Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Gefäßchirurgie. Foto: Katja Pietsch / Städtisches Klinikum Görlitz

Am Städtischen Klinikum Görlitz ist erstmals eine biologische Gefäßprothese eingesetzt worden. Das Implantat vom Typ Artegraft wird aus einer speziell aufbereiteten Rinderhalsschlagader hergestellt, hat die natürliche Form eines Blutgefäßes und steht in verschiedenen Längen und Durchmessern zur Verfügung. In Frage kommt es für Patientinnen und Patienten, bei denen körpereigene Venen nicht verfügbar oder ungeeignet sind und Standardmaterialien keine ausreichende Lösung bieten.

»Mit der biologischen Prothese gewinnen wir eine wertvolle zusätzliche Option für komplexe Gefäßrekonstruktionen«, sagt Dr. Daniela Zeller, Oberärztin der Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Gefäßchirurgie.

Vernarbtes Gewebe nach Strahlenchemotherapie

Angewendet wurde die Prothese bei einem Patienten Mitte 70, dessen Blutversorgung im Bereich einer großen Beckenarterie durch einen Verschluss stark beeinträchtigt war. Eine Vorerkrankung samt Strahlenchemotherapie und mehreren Operationen hatte das Gewebe im Becken verändert und vernarbt. Zunächst stellten die Chirurgen die Durchblutung mit einem Kunststoffbypass wieder her; die Gewebesituation vor Ort erzwang im Verlauf jedoch einen Wechsel des Implantats. Mit der biologischen Prothese ließ sich die Durchblutung dauerhaft sichern. Der Patient konnte Ende August nach Hause entlassen werden und wird ambulant weiter betreut.

Ergänzung, kein Ersatz

Die biologische Prothese tritt nicht an die Stelle der etablierten Verfahren. Ob sie infrage kommt, entscheidet das Behandlungsteam im Einzelfall anhand der Gefäßerkrankung, der Voroperationen und des Gesundheitszustands. »Bestimmte komplexe Gefäßerkrankungen können wir damit künftig auch vor Ort in Görlitz behandeln«, sagt Zeller.

Die Gefäßspezialisten des Klinikums behandeln seit über 30 Jahren Menschen mit Gefäßerkrankungen und führen jährlich mehr als 1.500 Eingriffe durch. Gefäßchirurgie, Radiologie, Angiologie, Kardiologie, Neurologie und Intensivmedizin arbeiten dabei zusammen.

Red./Presseinformation

Uns bei Google bevorzugen

Ein Klick, und Google zeigt Ihnen Meldungen aus der Oberlausitz häufiger von uns statt von überregionalen Portalen. Jederzeit widerrufbar.

Als bevorzugte Quelle hinzufügen

Öffnet eine Seite bei Google. Funktioniert nur, wenn Sie dort angemeldet sind.

Ihre Stadt zuerst

Wählen Sie Ihre Orte – dann stehen deren Meldungen oben auf Ihrer Startseite. Ohne Anmeldung, alles bleibt in Ihrem Browser.

Ort auswählen

Anzeige

Die Oberlausitz am Abend

Jeden Abend das Wichtigste aus der Region – in zwei Minuten gelesen. Kostenlos, jederzeit abbestellbar.

Wir schicken Ihnen zuerst eine Bestätigungsmail. Erst mit dem Klick darin ist die Anmeldung gültig. Abmeldung jederzeit über den Link am Ende jeder Ausgabe.

Mehr aus Görlitz

Panorama

Vortrag im Görlitzer Klinikum über chronische Wunden

Blaulicht

Hendrik Schlicke übernimmt die Polizeidirektion Görlitz

Blaulicht

Polizei zieht positive Bilanz nach dem CSD in Görlitz

Hier könnte Ihre Anzeige stehen

Sie wollen Menschen in Bautzen und Görlitz erreichen? Wir sagen Ihnen, was das kostet – ohne Umweg über eine Agentur.

Mediadaten anfordern

Anzeige

Foto: Katja Pietsch / Städtisches Klinikum Görlitz (Aufmacher).
Hinweise zu diesem Artikel? Schreiben Sie an redaktion@oberlausitzaktuell.de

Anzeige