Landkreis Bautzen › Wirtschaft auch Landkreis Görlitz
Arbeitslosenquote reicht von 4,2 Prozent in Kamenz bis 10,5 in Görlitz
Im September waren 19.498 Menschen arbeitslos gemeldet, 562 weniger als im August. Den stärksten Rückgang zum Vorjahr verzeichnet Weißwasser, den stärksten Anstieg ausgerechnet Kamenz – der Bezirk mit der niedrigsten Quote.
In den Landkreisen Bautzen und Görlitz waren im September 19.498 Menschen arbeitslos gemeldet. Das sind 562 Personen oder 2,8 Prozent weniger als im August und 217 weniger als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote sank um 0,2 Punkte auf 7,2 Prozent – denselben Wert wie im September 2025.
»Nach Ende der Urlaubs- und Ferienzeit ist das eine für diese Jahreszeit typische Entwicklung«, erklärt Anja Schilling, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Bautzen. Über 1.100 Frauen und Männer hätten eine neue Arbeit aufgenommen, viele Jugendliche seien in die Ausbildung gestartet. »Eine Herbstbelebung, wie sie früher üblich war, zeichnet sich jedoch nicht ab. Bei Neueinstellungen bleiben die Betriebe weiter zurückhaltend.«
Zwischen Kamenz und Görlitz liegen sechs Punkte
Der Durchschnittswert verdeckt, wie weit die Lage regional auseinanderfällt. Am niedrigsten ist die Quote im Geschäftsstellenbezirk Kamenz mit 4,2 Prozent, am höchsten in Görlitz mit 10,5 Prozent. Dazwischen liegen Bautzen (6,7), Weißwasser (6,9), Zittau (7,6), Löbau (8,3) und Hoyerswerda (8,5).
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Auch die Richtung ist nicht überall dieselbe. Gegenüber dem Vorjahr sank die Zahl der Arbeitslosen in Weißwasser um 10,6 Prozent, in Görlitz um 3,2 und in Zittau um 2,8 Prozent. Gestiegen ist sie in Bautzen (plus 2,1), Löbau (plus 3,3) und in Kamenz (plus 4,6) – also dort, wo die Quote am niedrigsten ist. In Hoyerswerda blieb sie unverändert.
Weniger gemeldete Stellen als im Vorjahr
Die Unternehmen meldeten im September 759 freie sozialversicherungspflichtige Arbeitsstellen, 36 mehr als im August, aber 108 weniger als vor einem Jahr. Insgesamt hat die Arbeitsagentur 4.150 Stellen im Bestand. Die meisten entfallen auf die Zeitarbeit (1.097), das verarbeitende Gewerbe (810), den Handel (449), freiberufliche und technische Dienstleistungen (319) sowie das Gesundheits- und Sozialwesen (318). Für Hilfskräfte sind 677 Stellen ausgeschrieben, für Fachkräfte und Spezialisten 3.473.
Die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung lag Ende März – dem aktuellsten Stichtag – bei 194.776 Personen und damit 1.774 unter dem Vorjahreswert. Das größte Minus gab es im verarbeitenden Gewerbe mit 1.544 Beschäftigten, das größte Plus in Heimen und im Sozialwesen mit 416.
Mehr Betriebe zeigen Kurzarbeit an
Im August meldeten sechs Unternehmen Kurzarbeit für 44 Beschäftigte an – neun Betriebe und 133 Beschäftigte weniger als im August 2025. Für September weist die Hochrechnung bereits 14 Betriebe mit 228 betroffenen Personen aus. Die meisten kommen aus dem verarbeitenden Gewerbe.
Red./Presseinformation
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Foto: Rotavdrag, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons (Aufmacher).
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