Zwei Premieren in Bautzen: Floppy Dolls und Peer Gynt
Nach zehn Jahren kehren die Floppy Dolls auf die sorbischen Bühnen zurück – Premiere ist am 19. September im Gasthaus Haßlau. Sechs Tage später zeigt das Burgtheater Ibsens „Peer Gynt“ als Geistertanz mit Puppen.
Die Floppy Dolls sind wieder da
Zehn Jahre lang waren sie weg, jetzt kehren sie zurück: „Juhu! Floppy Dolls su zaso tu!“ von Měrka Brankačka hat am Samstag, dem 19. September, um 19.30 Uhr Premiere – nicht im Theater, sondern im Gasthaus Haßlau. Das Stück ist sorbischsprachig und wird simultan übersetzt.
Angekündigt wird eine musikalische Fahrt, die Tradition und Moderne verbindet. Regie führt Měrko Brankačk, die Musik stammt von Tasso Schille. Wer vorher essen möchte: Das Gasthaus Biesold bietet zwei Menüs an, Plätze dafür sind vorab im Theater unter 03591 584225 zu sichern.
Danach geht das Stück auf Tour durch die Dörfer – am 27. September nach Nebelschütz, am 3. Oktober nach Crostwitz, am 17. Oktober nach Radibor, am 23. Oktober ins Burgtheater Bautzen, am 1. November nach Zeißig, am 21. November nach Schleife, am 6. Dezember nach Sollschwitz und im Januar nach Radebeul.
Peer Gynt als Fiebertraum im Burgtheater
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Am Freitag, dem 25. September, um 19.30 Uhr folgt die zweite Premiere: Henrik Ibsens „Peer Gynt“, inszeniert von Frank Soehnle mit Puppen, Objekten und Live-Musik. Vor 150 Jahren kam das dramatische Gedicht erstmals auf die Bühne.
Erzählt wird vom 20-jährigen Peer, Sohn einer verarmten Bauernfamilie im norwegischen Gudbrandstal, der als Spinner verspottet wird und in erdachte Abenteuer flüchtet – bis diese wahr zu werden scheinen. Er raubt eine reiche Braut, wird beinahe König der Trolle, zieht in die Welt und kehrt alt und arm zurück. In einer berühmten Szene vergleicht er sich mit einer Zwiebel: viele Hüllen, aber kein Kern.
Für Bühne und Kostüme zeichnet Tim Heilmann verantwortlich, die Puppen haben Marieke Chinow und Paul Fenk gestaltet. Es spielen Isa Hupe, Andreas Larraß, Marharyta Pshenitsyna, Moritz Trauzettel beziehungsweise Marie-Luise Müller und Rodrigo Umseher, am Klavier Karoline Wernicke. Die zweite Vorstellung ist bereits am 26. September.
Red./Presseinformation
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