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KönigsbrückBildung

Denkmalpreis für Königsbrücker Schüler und ihre Kamelien

Drei rund 200 Jahre alte Kamelien im Gewächshaus des Königsbrücker Schlosses – darum kümmert sich seit Jahren eine Arbeitsgemeinschaft der Arthur-Kießling-Oberschule. Dafür hat die Schule am Sonntag den Sächsischen Kinder- und Jugenddenkmalpreis 2026 bekommen.

Denkmalpreis für Königsbrücker Schüler und ihre Kamelien
Die Preisträger aus Königsbrück bei der Verleihung in Hainichen. Foto: Rico Ullmann / Naturportrait.com

Was die Königsbrücker Schüler pflegen

Im Gewächshaus des Schlosses Königsbrück stehen drei Kamelien, die etwa 200 Jahre alt sind. Nach Angaben des Infrastrukturministeriums sind es die ältesten zusammenstehenden Kamelien in Europa nördlich der Alpen. Dazu gehören rund 30 weitere, etwa 100 Jahre alte Pflanzen aus der sogenannten Seidelschen Sammlung.

Um sie kümmert sich eine Arbeitsgemeinschaft der Arthur-Kießling-Oberschule – Schülerinnen und Schüler der Klassenstufen 5 bis 10, über mehrere Schuljahre hinweg. Angeleitet werden sie von der Kameliengruppe im Heimatverein Königsbrück und Umgebung. Die Pflege dieser Pflanzen gilt als anspruchsvoll.

Führungen zum Anfassen, Hören und Riechen

Die Jugendlichen geben ihr Wissen bei Veranstaltungen und Führungen weiter. Zwei von ihnen werden zu „Kameliendamen“ gewählt und vertreten Königsbrück während der Blütezeit. Weil die drei ältesten Pflanzen wegen ihrer Blütenfarben im Ort „Schneeweißchen und Rosenrot“ heißen, hat die Gruppe für Kindergärten und Vorschulgruppen Märchenrundgänge entwickelt.

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Seit 2018 gibt es außerdem eigene Rundgänge für blinde und sehbehinderte Menschen: Die teilweise duftenden Kamelien lassen sich über Tastsinn, Gehör und Geruch erschließen. Genau das hob Ministerin Regina Kraushaar bei der Verleihung hervor – aus einer denkmalgeschützten Pflanzensammlung werde so „ein Stück lebendiges Kulturerbe“.

Der Preis und das Programm dahinter

Der Sächsische Kinder- und Jugenddenkmalpreis wird seit 2012 jährlich bei der landesweiten Eröffnung des „Tages des offenen Denkmals“ verliehen, in diesem Jahr in Hainichen im Landkreis Mittelsachsen. Ausgezeichnet werden Schulprojekte aus dem Landesprogramm „PEGASUS – Schulen adoptieren Denkmale“, das vom Kultusministerium und vom Landesamt für Denkmalpflege getragen wird. Eine Fachjury wählte das Königsbrücker Projekt aus.

Landeskonservator Alf Furkert ordnete die Sammlung ein: Sachsen blicke auf eine über 250-jährige Tradition im Kamelienanbau zurück; neben Königsbrück nannte er Pillnitz, Roßwein und Schloss Zuschendorf. Dass Zucht und Handel der Pflanzen weltweit Bedeutung erlangten, gehe wesentlich auf die sächsische Gärtnerdynastie um Jacob Friedrich Seidel zurück.

Am „Tag des offenen Denkmals“ waren am Sonntag in Sachsen rund 700 Denkmale zu besichtigen, bundesweit 6.500. Das Motto lautete „NetzWERKE: Denkmale & Infrastruktur“.

Red./Presseinformation

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Foto: Rico Ullmann / Naturportrait.com (Aufmacher).
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